Unfall

Geisterfahrer (93) aus Österreich prallte in Italien gegen Reisebus

Autofahren im Alter – immer wieder ein Streitpunkt.
© dpa/Felix Kästle

In Udine fuhr der betagte Lenker gegen einen österreichischen Reisebus. Er setzte seine Fahrt fort, wenig später wurde ihm der Führerschein entzogen. Verletzt wurde aber niemand.

Udine – Ein 93-jähriger Österreicher hat am Samstagvormittag als Geisterfahrer auf der Autobahn A23 in Moggio Udinese in der Provinz Udine einen leichten Unfall mit einem österreichischen Reisebus verursacht. Die 40 Businsassen kamen unversehrt davon.

Der Mann, der allein am Steuer seines Skoda war, soll nach einer Pause auf einer Raststätte die falsche Auffahrt benutzt haben, berichtete die friaulische Tageszeitung „Il Gazzettino“. Nachdem er über einen Kilometer lang die Autos gemieden hatte, die aus der entgegengesetzten Richtung kamen, stieß der Österreicher am Ende eines 1,2 Kilometer langen Tunnels gegen einen österreichischen Bus und gegen ein weiteres Auto, das auf der Überholspur herbeieilte.

Konnte sich an Unfall nicht erinnern

Statt die Polizei zu alarmieren, schaltete der 93-Jährige den Rückwärtsgang ein und setzte seine Reise in Richtung Süden fort. Die Polizei stoppte ihn in der Nähe von Palmanova. Den Polizisten versicherte er, dass er sich an den Unfall nicht erinnern könne. Er habe nicht gemerkt, dass er als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs sei.

Die Polizei befragte den Mann und entzog ihm den Führerschein. Mit einem Polizeiauto wurde er dann zum Grenzübergang von Arnoldstein geführt, wo seine Angehörigen auf ihn warteten, berichtete die Polizei. (APA)