Mindestens fünf Tote bei Anschlägen im Libanon

Bislang hat sich noch niemand zu den tödlichen Attentaten bekannt, in der Gegend ist aber die Hisbollah sehr aktiv.

Erst im Januar kam es zu einer Explosion.
© REUTERS

Beirut – Bei einer Serie von Anschlägen im Osten des Libanons sind am Montagmorgen mindestens fünf Menschen getötet worden. Es habe zudem 15 Verletzte bei den Explosionen in dem mehrheitlich christlichen Dorf Al-Kaa an der Grenze zu Syrien gegeben, sagte der Generalsekretär des libanesischen Roten Kreuzes, Georges Kettaneh, einer Nachrichtenagentur.

Örtliche Medien berichteten von vier Anschlägen im Abstand von zehn Minuten. Ein Militärvertreter sagte, der erste Angreifer habe an einer Tür geklopft, doch seien die Bewohner misstrauisch gewesen, so dass er seinen Sprengsatz gezündet habe. Als sich weitere Bewohner am Anschlagsort versammelten, hätten die anderen Attentäter ihre Bomben gezündet.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat auch im Libanon die Spannungen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen ansteigen lassen und führt immer wieder zu Anschlägen und Gefechten. Besonders im Grenzgebiet gab es wiederholt Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und Jihadistengruppen.

Seitdem die libanesische Hisbollah-Miliz Kämpfer zur Unterstützung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad in das Nachbarland entsandte, gab es zudem eine Reihe blutiger Anschläge in den Hochburgen der schiitischen Bewegung im Süden Beiruts, im Südlibanon sowie in der Bekaa-Ebene, in deren nördlichen Teil auch das Dorf Al-Kaa liegt. (APA/dpa)


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