Lindauer Nobelpreisträgertagung startete mit 400 jungen Forschern

Lindau (APA/dpa) - Mit rund 400 Nachwuchsforschern und 29 Preisträgern hat am Sonntag die 66. Lindauer Nobelpreisträgertagung am Bodensee be...

Lindau (APA/dpa) - Mit rund 400 Nachwuchsforschern und 29 Preisträgern hat am Sonntag die 66. Lindauer Nobelpreisträgertagung am Bodensee begonnen. Heute, Montag, steht mit dem vom Wissenschaftsministerium veranstalteten „Internationalen Tag“ Österreich im Fokus. Den Auftakt bildet das von Anton Zeilinger, Präsident der Akademie der Wissenschaften (ÖAW), geleitete „Science Breakfast“ zum Thema „Quanteninformation“.

Der Fokus der diesjährigen Nobelpreisträgertagung liegt auf der Physik. Unter anderem geht es um Teilchenphysik - geplant sind Vorträge der Preisträger Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald. Den beiden Forschern wurde 2015 der Physik-Nobelpreis für den Nachweis verliehen, dass die Elementarteilchen Neutrinos Masse besitzen.

Der ehemalige Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen, Wolfgang Schürer, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des Dialogs zwischen Jung und Alt: Die gegenwärtigen Generationen müssten gewährleisten, dass in Entscheidungen von heute auch die Folgen für künftige Generationen berücksichtigt würden, erklärte er.

Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) hat am Sonntag in Lindau ein neues Übereinkommen zur Beteiligung des Wissenschaftsministeriums an der Nobelpreisträgertagung für weitere drei Jahre unterzeichnet. Das Abkommen sieht vor, dass im Rahmen der Veranstaltung talentierte Jungwissenschafter auch aus Österreich mit Nobelpreislaureaten zusammenkommen, in Dialog mit ihren Vorbildern treten und internationale Beziehungen in ihrem Fachgebiet aufbauen können.

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Rund eine Woche lang nehmen die Nachwuchswissenschafter und Nobelpreisträger aus rund 80 Ländern an Vorträgen, Diskussionen und Fortbildungen teil. Den Abschluss der Tagung bildet am Freitag (1. Juli) eine gemeinsame Schifffahrt über den Bodensee zur Insel Mainau.

Lindau ist auch die letzte Station der 193. und letzten Auslandsreise von Bundespräsident Heinz Fischer. Er nimmt in der deutschen Grenzstadt als Ehrengast am jährlichen Treffen der Nobelpreisträger teil.


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