Onkel in Bayern erfand Überwachungsgeschichte für Mädchen-Missbrauch

Deggendorf (APA/dpa) - Ein Onkel aus Bayern soll mit einer erfundenen Pentagon-Überwachungsgeschichte zwei Mädchen zu sexuellen Handlungen g...

Deggendorf (APA/dpa) - Ein Onkel aus Bayern soll mit einer erfundenen Pentagon-Überwachungsgeschichte zwei Mädchen zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft behauptete der Mann in SMS-Kurznachrichten an seine zwölfjährige Nichte und deren 14 Jahre alte Freundin, dass sich das Pentagon in ihre Handys eingehackt habe.

„Auf diese Weise sei eine ständige Überwachung möglich und die Mädchen müssten ab sofort alle ihnen übertragenen Aufgaben erledigen“, beschrieb das Landgericht Deggendorf am Dienstag die Geschichte des Mannes. Beispielsweise sollten sie ihm durch Geschlechtsverkehr das Leben retten.

Eine angebliche Mitarbeiterin des US-Verteidigungsministeriums gab den Mädchen demnach Befehle. Sollten sie nicht tun, was die vermeintliche Frau in den SMS sage, werde sie dafür sorgen, dass die beiden in ein Heim kämen. Daraufhin soll es in der Wohnung des Angeklagten mehrmals zum Geschlechtsverkehr und zu anderen sexuellen Handlungen gekommen sein.

Der 30-Jährige sitzt seit vergangenem Dezember in Untersuchungshaft. Vom 19. Juli an muss er sich vor dem Landgericht Deggendorf wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 19 Fällen und einer Vielzahl weiterer Sexualstraftaten verantworten.

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