Schweizer Konsumlaune im Mai etwas gestiegen

Zürich (APA/sda/reu) - Die Konsumlaune der Schweizerinnen und Schweizer hat sich im Mai leicht verbessert. Der UBS-Konsumindikator, ein aus ...

Zürich (APA/sda/reu) - Die Konsumlaune der Schweizerinnen und Schweizer hat sich im Mai leicht verbessert. Der UBS-Konsumindikator, ein aus sechs Größen berechneter Index, stieg von 1,24 Punkten im April auf 1,35 Punkte im Mai, wie die Großbank am Mittwoch mitteilte.

Allerdings musste die UBS den April-Wert nach unten revidieren: Ursprünglich hatte der Indikator 1,47 Punkte angezeigt. Der Grund für die Revision seien tiefer als erwartet ausgefallene Beschäftigungszahlen für das erste Quartal dieses Jahres, schreibt die UBS.

Diese seien zum ersten Mal seit 2010 rückläufig gewesen. Der Grund sei eine geringere Beschäftigung in der Industrie. Im Dienstleistungssektor habe die Beschäftigung hingegen leicht zugenommen. Die tieferen Beschäftigungszahlen belasten den Indikator.

Positiv wirkt sich hingegen der Privatkonsum aus. Dieser hat das Schweizer Wirtschaftswachstum im ersten Quartal gestützt. Er dürfte im weiteren Jahresverlauf ein tragender Pfeiler des Wirtschaftswachstums bleiben, schreiben die UBS-Ökonomen. Allerdings werde er kaum derart stark wachsen wie im ersten Quartal.

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Auch künftig auf dem Konsumklima lasten werden die verhaltene Beschäftigungsentwicklung und die abnehmende Zuwanderung. Auch der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) erhobene Konsumentenstimmungsindex deutet eher auf eine gedämpfte Kauflaune hin.

Der UBS-Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Größen: Auto-Neuzulassungen, Geschäftslage im Einzelhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über die UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.


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