Aus sechs wurden nur noch drei

Telfs, Kramsach und Innsbruck scheinen im Future-Terminkalender für 2016 auf.

Schroll erhielt eine Wild Card für Telfs.
© Kristen

Innsbruck – Ist es die im Jahr 2017 ins Haus stehende Erhöhung des Preisgeldes, oder sind es andere Gründe? Die Antworten der Veranstalter der Tennis-Future-Turniere in Tirol waren unterschiedlich. Fest steht: Im Vorfeld der Reform reduzierte sich die Zahl der Future-Turniere in Tirol um 50 Prozent. Statt bisher sechs finden heuer nur noch drei der (heuer noch!) mit 10.000 Dollar dotierten ITF-Turniere in Tirol statt, weil Seefeld „wegen der Terminkollision mit dem ÖTV“ das Handtuch warf und gleich zwei Turniere absagte. Weil der TK IEV das einzige internationale Damenturnier in Tirol aus dem Terminkalender strich und sich „künftig nur noch auf das Herrenturnier sowie die Damen-Bundesliga konzentrieren will“. Zusatz von Präsident Harald Staude­r: „30.000 Dollar für zwei Turniere sind ein ordentlicher Betrag, der erst aufgetrieben werden muss.“

Damit wird deutlich, dass es immer schwieriger wird, Sponsoren für die unterste Kategorie der Turnierkette des internationalen Tennisverbandes (ITF) zu finden. Umso mutiger der Schritt von Hakan Dahlbo, in Seefeld nach der Absage der beiden diesjährigen Future-Turniere nächstes Jahr ein mit 50.000 Dollar dotiertes Challenger-Turnier der ATP zu organisieren.

Turnierdirektor Werner Auer vom TC Kramsach bleibt auf dem Future-Niveau, will das Turnier auf der „Länd“ trotz Preisgeld-Erhöhung auch in Zukunft weiter durchführen, weil „Kramsachs Bevölkerung beleidigt wäre, wenn kein Future-Turnier mehr stattfinden würde“. Auch der TC Telfs wird aufgrund der 20. Auflag­e eines Future-Turnieres in Telfs im Jahr 2017 das Turnier austragen. Das bestätigt Turnierleiter Dietmar Härting, stellt aber ein Fragezeichen über die weitere Entwicklung diese­r Veranstaltung nach dem Jahr 2017.

Zurück in die Gegenwart. Für die diesjährigen drei Future-Turniere in Tirol läuft alles nach Plan. Auffallend dabei, dass der Cut für das Kramsacher Turnier besser ist als jener in Telfs. „Kein Nachteil“, meinte Härting. „Dadurch wird der Raster für die Qualifikation voll.“ Diese beginnt übrigens am kommenden Samstag am Telfer Birkenberg. Der Hauptbewerb, für den Philipp Schroll die Wild Card des Veranstalters erhielt, beginnt am Montag. (r.u.)


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