Zwei Transgender-Frauen kandidieren für den US-Kongress

Los Angeles/Washington (APA/AFP) - Zwei Transgender-Frauen könnten in die US-Parlamentsgeschichte eingehen. Die Transgender-Frauen Misty Sno...

Los Angeles/Washington (APA/AFP) - Zwei Transgender-Frauen könnten in die US-Parlamentsgeschichte eingehen. Die Transgender-Frauen Misty Snow und Misty Plowright wurden am Dienstag (Ortszeit) von den Demokraten als Kandidatinnen für die Kongresswahlen im November aufgestellt.

Misty Snow und Misty Plowright gewannen die Vorwahlen ihrer Partei in den westlichen Staaten Utah und Colorado. Bisher gehörte noch nie ein bekennender Transgender dem Kongress in Washington an.

Snow und Plowright sind allerdings nicht die allerersten Transgender-Kandidaten für den Kongress in Washington. Vor 16 Jahren wurde im Neuenglandstaat Vermont die Transgender-Frau Karen Kerin von den Republikanern in das Rennen um einen Sitz im Repräsentantenhaus geschickt. Sie unterlag dem Demokraten Bernie Sanders.

Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden.

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Die 30-jährige Verkäuferin Snow kandidiert in Utah für den Senat, die 33-jährige Armeeveteranin Plowright in Colorado für das Repräsentantenhaus. Allerdings ist die Ausgangsposition der beiden schwierig. Ihre republikanischen Kontrahenten um die Kongressmandate liegen in den Umfragen voran.

Die Nominierung der beiden Transgender-Frauen ist dennoch in hohem Grade symbolträchtig. Die Auseinandersetzung um die gesellschaftliche Rolle von Transgendern hatte sich in den vergangenen Monaten in den USA erheblich verschärft.

Dabei stand das Thema der Nutzung öffentlicher Toiletten im Mittelpunkt. Elf Staaten verklagten Ende Mai die Bundesregierung in Washington, weil sie Schulen angewiesen hatte, Transgender ihre WCs frei auswählen zu lassen.

Die Anweisung aus Washington war wiederum vor dem Hintergrund eines erbitterten Streits um ein Gesetz im Staat North Carolina ergangen. Es verbietet Transgendern die freie Toilettenwahl in staatlichen Einrichtungen.


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