Bewegende Geschichten: 49 Stars gedenken 49 Opfern von Orlando

Lady Gaga, Chris Pine, Sofia Vergara, Gerard Butler: In einem 18 Minuten langen Video erinnern 49 Promis an das Leben der 49 Menschen, die im „Pulse“-Nachtclub von einem Attentäter erschossen wurden.

Lady Gaga erinnert an eines der Opfer aus dem Schwulen-Club in Orlando. 48 weitere Prominente folgen in dem Kurzfilm der "Human Rights Campaign".
© YouTube Human Rights Campaign

Orlando – 49 Prominente haben sich für einen Kurzfilm der Organisation „Human Rights Campaign“ zusammengefunden, in dem sie an die 49 Todesopfer des Massakers in einem Schwulenklub in Orlando vor gut zwei Wochen erinnern. Stars wie Lady Gaga, Kerry Washington, Jane Fonda, Kathy Bates, Cuba Gooding Jr. und Gerard Butler erzählen jeweils kurz und bewegend aus dem Leben jedes einzelnen Getöteten.

„John hat mit 15 angefangen, bei McDonald‘s zu arbeiten, um seine Familie zu unterstützen“, berichtet zum Beispiel Lady Gaga über einen 27-Jährigen. „Er hat gerade sein erstes Haus gekauft, damit seine Mutter bei ihm wohnen kann.“ Zwei der Opfer betrieben gemeinsam einen Friseursalon. „Sie waren 16 Jahre lang ein Paar und sie starben gemeinsam im Club“, erzählt Schauspieler Matt Bomer.

Jane Fonda erinnert an eine Mutter von elf Kindern, die zwei Mal den Krebs besiegt hat. „Sie liebte es, Salsa zu tanzen. Das tat sie an dem Abend mit ihrem homosexuellen Sohn. Sie schütze ihren Sohn vor den Schüssen.“ Stattdessen wurde die 49-Jährige tödlich getroffen. Die Lebensgeschichten gehen auch den Prominenten nahe: Dem einen oder der anderen bricht die Stimme.

Die Promis sitzen dabei vor einem schwarzem Hintergrund, unterlegt ist der Film mit leiser Musik. „Es ist Zeit, das Blutvergießen zu stoppen“, sagt Popmusikerin Lady Gaga am Ende des Films. Und Schauspieler Chris Pine fügt hinzu: „Lasst uns der Welt zeigen, dass die Liebe den Hass besiegt.“

Organisiert haben die Aktion der Produzent Ryan Murphy („Glee“) und der Menschenrechtsaktivist Chad Griffin. „Es liegt an uns, jeden einzelnen und sein Vermächtnis kennenzulernen“, sagte Griffin dem Hollywood Reporter, „auch um einen Wandel bei wichtigen Angelegenheiten voranzutreiben“.

Der Terroranschlag von Orlando erschütterte in erster Linie die Gay Community. Er gilt als gravierendster gezielter Gewaltakt und schwerstes Hassverbrechen gegen Homosexuelle in der US-Geschichte und schlimmster Terrorangriff in den USA seit dem 11. September 2001. Unter den Opfern waren sehr viele Latinos. Omar Mateen, ein US-Bürger mit afghanischen Eltern, hatte in der Nacht zum 12. Juni in der Diskothek „Pulse“ 49 Menschen getötet und 53 verletzt, bevor die Polizei ihn erschoss. (APA/dpa)

Die Stars, in der Reihenfolge ihres Auftritts

Lady Gaga, Chris Pine, Cuba Gooding Jr., Connie Britton, Matt Bomer, Sarah Paulson, Angela Bassett, Lea Michele, Colton Haynes, Sophia Bush, Jane Fonda, Harry Shum Jr., Denis O‘Hare, Rob Reiner, Melissa Benoist, Caitlyn Jenner, Edgar Ramirez, Max Greenfield, Chaz Bono, Cheyenne Jackson, Emma Roberts, Kerry Washington, George Lopez, Evan Rachel Wood, Sofia Vergara, Diego Boneta, Nina Jacobson, Demi Lovato, Tyler Oakley, Yeardley Smith, Kid Cudi, Kaitlin Olson, Kevin McHale, Jamie Lee Curtis, Lee Daniels, Chace Crawford, Evan Peters, Gerard Butler, Katey Sagal, John Stamos, Laverne Cox, Jordana Brewster, Wes Bentley, Finn Wittrock, Darren Criss, Kathy Bates, Anna Paquin, Guillermo Díaz und Joe Mantello.


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