Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend fester

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag ihre Erholung vom Brexit-Schock mehrheitlich weiter fortgesetzt. Der Nikkei-225 ...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag ihre Erholung vom Brexit-Schock mehrheitlich weiter fortgesetzt. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 9,09 Zähler oder 0,06 Prozent auf 15.575,92 Punkte. Der Shanghai Composite verlor 1,98 Punkte oder 0,07 Prozent auf 2.929,61 Punkte. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.001,59 Zählern mit plus 261,20 Punkten oder 0,98 Prozent.

Hongkong und Australien zählten zu den größten Gewinnern. So legte der Hang Seng Index in Hongkong um 358,25 Zähler (plus 1,75 Prozent) auf 20.794,37 Einheiten zu. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 89,4 Zähler oder 1,71 Prozent auf 5.310,40 Einheiten. Investoren drängten auch deshalb wieder stärker in den australischen Markt, weil der Leitindex seit Jahresanfang zuletzt gut 300 Punkte tiefer gestanden habe, kommentierte ein Marktstratege.

Die Unklarheit über den Verlauf des Brexit ist jedoch noch nicht komplett überwunden. Die chinesische Zentralbank könnte auf den Brexit-Schock mit einer merklichen Abwertung der Landeswährung Yuan reagieren. Der Kurs könne wie schon im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent fallen auf dann 6,8 Yuan je Dollar, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

In Japan belasteten die jüngsten Konjunkturdaten. Denn dort ist die Industrieproduktion im Mai überraschend kräftig um 2,3 Prozent gesunken. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet. Weniger hergestellt wurden vor allem Chemikalien, Baumaterialien und Halbleiter aber auch Kosmetik-Produkte.

Bei den Einzelwerten rückten die Aktien der Mitsubishi UFJ in den Fokus der Anleger. Das japanische Finanzinstitut versorgt das staatliche Unternehmen China Three Gorges mit einem Drei-Jahres-Kredit von 800 Mio. US-Dollar. Es handelt sich um den höchsten von einer japanische Bank gegebenen Einzelkredit an ein chinesisches Unternehmen. Die Titel von Mitsubishi UFJ gab über ein halbes Prozent nach.

Hingegen konnten die Anteilsscheine von Fujitsu ein Plus von 2,16 Prozent verbuchen. Der Konzern schließt sich mit dem britischen Chiphersteller ARM Holding zusammen um einen Nachfolger für den japanischen K Supercomputer zu entwickeln, welcher im November 2011 als schnellste Rechnersystem der Welt galt.

In Hongkong legten HSBC Holdings Plc and CK Hutchison Holdings, die zu den Unternehmen mit besonders enger Bindung an Europa zählen, zu. Zudem waren Immobilientitel an der chinesischen Börse, wo auch ausländische Anleger uneingeschränkt handeln können, besonders gefragt.

In Mumbai notierten die Automobilwerte höher, sowie die Papiere der Stahlunternehmen. Maßnahmen der Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft dürften hier gestützt haben.


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