Wien Energie erzeugte bis Ende März um 7 Prozent mehr Strom

Wien (APA) - Die Wien Energie GmbH hat im ersten Quartal 2016 um 7 Prozent mehr Strom erzeugt. Dabei wuchs die Produktion aus erneuerbaren E...

Wien (APA) - Die Wien Energie GmbH hat im ersten Quartal 2016 um 7 Prozent mehr Strom erzeugt. Dabei wuchs die Produktion aus erneuerbaren Energien um 10 Prozent, vor allem wegen der Inbetriebnahme des Windparks Pottendorf/Tattendorf. Gestiegen sind auch die Erzeugung aus der Abfallverwertung durch den Vollbetrieb der Müllverbrennungsanlage Spittelau sowie aus Wasserkraft und Biomasse.

Die Müllverbrennungsanlage in der Spittelau ist nach der Generalsanierung im diesem Winter erstmals wieder im Vollbetrieb gelaufen, die Verfügbarkeit war im ersten Betriebshalbjahr mit 4.100 Betriebsstunden so hoch wie nie zuvor, so die Geschäftsführung Mittwochabend vor Journalisten. Der Wirkungsgrad der Anlage, in der Strom und Wärme produziert werden, erhöhte sich auf 76 Prozent. Die Stromerzeugung hat sich verdreifacht.

Fortgesetzt wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Für den Sommer geplant sind beispielsweise der Spatenstich für den Windpark Andlersdorf/Orth und für mehrere Photovoltaik-Anlagen in Wien. Die Gaskraftwerke würden vermehrt für Ausgleichsenergie eingesetzt und seien ein stabilisierender Faktor im Stromsystem, so der für die Erzeugung zuständige Geschäftsführer Karl Gruber. Insgesamt betrug die Stromerzeugung im ersten Quartal rund 1.960 Gigawattstunden (GWh) Strom.

Die Wärmeerzeugung stieg um 1 Prozent auf 2.194 GWh.

Beim Wärme-Projekt mit dem Süßwarenhersteller Manner war im Jänner Baustart. Dabei wird die Abwärme aus dem Backprozess ins Fernwärme-Netz eingespeist und für Heizung und Warmwasser verwendet. Rund 600 Haushalte und Betriebe in Hernals und Ottakring werden damit versorgt. Zudem wandelt Manner überschüssige Abwärme für den eigenen Bedarf in Kälte um. Ab Herbst werde in das Netz eingespeist, so der Vorsitzende der Geschäftsführung, Thomas Irschik.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Der Energieabsatz ging um 3 Prozent auf cirka 7.620 GWh zurück. Dabei war der Stromabsatz unverändert bei rund 2.450 GWh. Der Gasabsatz sank wegen der milden Witterung und geringerer Nachfrage um 8 Prozent auf rund 2.840 GWh. Im ersten Quartal sei es gemessen an der Heizgradsumme um rund 2,1 Prozent wärmer gewesen als im Vorjahreszeitraum, so Geschäftsführer Peter Gönitzer. Der Wärmeabsatz legte leicht um 1 Prozent auf cirka 2.330 GWh zu.

Die Stromerlöse haben sich wegen Konsolidierungseffekten aus der EnergieAllianz Austria um 50 Prozent auf rund 400 Mio. Euro erhöht. Die Wärmeerlöse (inklusive Entsorgung)sanken um 6,5 Prozent auf 188 Mio. Euro, die Gaserlöse um 23,5 Prozent auf 133 Mio. Euro.

Die Strompreise werden wie in der Vorwoche angekündigt per 1. Oktober gesenkt. Konkret wird der reine Energiepreis um 5 Prozent zurückgenommen. Die jährliche Ersparnis für einen Haushaltskunden wird mit bis zu 14 Euro im Jahr beziffert. Es handle sich um die 6. Strompreissenkung seit 2012, betonte Irschik. Die Gaspreise seien seither vier Mal gesenkt worden, zuletzt per Anfang Mai.

Im Bereich E-Mobilität hat die Wien Energie derzeit mehr als 400 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Betrieb. Bis Ende des Jahres sollen es 440 werden.

~ WEB http://www.wienenergie.at ~ APA217 2016-06-30/11:50


Kommentieren