Caritas-Wohnheim Zams feierte 20-Jahr-Jubiläum

Vor 20 Jahren zog das Caritas-Wohnheim in Zams ein. Heute werden dort neun Menschen mit Behinderung betreut.

Caritas-Wohngemeinschaftsleiter Diemar Wolf mit einem Teil seiner Schützlinge, die sich am Jubiläumstag besonders interessiert zeigten.
© Zangerl

Von Susi Zangerl

Zams –Am 2. September 1996 zogen die ersten Bewohner ins Caritas-Wohnheim in Zams ein. Die Initiative dafür setze damals Pfarrer Andreas Tausch. Im ehemaligen Pfarrheim fand die Einrichtung ihren idealen Standort. „Es ging aus der gesetzlichen Auslagerung aus der Psychiatrie hervor“, erinnerte Heimleiter Dietmar Wolf an den Beginn.

Heute betreuen 13 Mitarbeiter, die allesamt eine multiprofessionelle Ausbildung haben, fünf Frauen und vier Männer mit leichter Behinderung bis hoher Beeinträchtigung. Sie alle luden kürzlich zu einer 20-Jahr-Jubiläumsfeier mit zahlreichen Gästen, viel Unterhaltung und einem Miteinander, das in diesem Haus einen zentralen Platz hat.

Seit 1991 residiert das Caritas-Wohnheim im ehemaligen Pfarrheim. Neun Menschen werden dort derzeit betreut.
© Reichle

Davon konnten sich auch Bezirkshauptmann Markus Maaß, die beiden Bürgermeister Wolfgang Jörg und Siggi Geiger, GR Andreas Grüner sowie Caritas-Direktor Georg Schärmer überzeugen. Dass beim Gartenfest der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte, war Nebensache. Denn die Feier hatten die drei HBLA-Schülerinnen Hanna Kaufmann, Sina Tschiderer und Valentina Müller mit Lehrer Manfred Prantner im Rahmen ihrer Maturaarbeit perfekt gestaltet. Beeindruckt zeigten sich auch Pfarrer Herbert Traxl und sein Gast Pater Hans „João“ Schmid aus Brasilien, der seinen Heimat­urlaub zu einem Gastbesuch in Zams verband.

Das Gesetz, das nur vier Bewohner in einer Unterbringung erlauben würde, bezeichnete Caritas-Direktor Georg Schärmer als „,Ideotologie‘ konträr zur Welle der Ideologie, die in das Haus hineingeholt wurde, um hier der Vielfalt des Menschen gerecht werden zu können“.

Heimat, Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit seien laut Schärmer die Vorzüge für die Bewohner. Leiter Dietmar Wolf betonte das Ziel für sein Team: „Wir sind bemüht, ein Klima für die Entfaltung und Selbstfindung der Klienten als unsere zentrale Aufgabe zu verfolgen.“ Eine Herausforderung, über deren Gelingen das Mitarbeiterteam an diesem Tag einen beeindruckenden Einblick in sein tägliches Tun geben konnte. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Duo Zwoatakt.


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