Leichtathletik: Whistleblowerin Stepanowa darf bei EM starten

Monaco (APA/dpa) - Die russische Leichtathletin Julia Stepanowa darf trotz der Suspendierung ihres Verbandes bei den Europameisterschaften i...

Monaco (APA/dpa) - Die russische Leichtathletin Julia Stepanowa darf trotz der Suspendierung ihres Verbandes bei den Europameisterschaften in Amsterdam antreten. Die Kronzeugin des russischen Doping-Skandals erhielt vom Weltverband (IAAF) am Freitag die Erlaubnis, als „neutrale Athletin“ zu starten und darf nun auch auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hoffen.

Man habe den Europa-Verband über die Starterlaubnis informiert, teilte die IAAF mit. Die dreiköpfige Kommission entschied einstimmig für die Zulassung der Mittelstreckenläuferin. Sie habe einen wahrlich außergewöhnlichen Beitrag zum Schutz des sauberen Sports und für Fair Play im Sport geleistet, lautete die Begründung.

Stepanowa hatte im ARD-Dokumentarfilm „Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht“ erklärt, dass die Erfolge russischer Leichtathleten Ergebnis von systematischem Doping, Vertuschung von Kontrollen und Korruption waren.

Insgesamt haben laut IAAF mehr als 80 russische Athleten den Antrag gestellt, unter der Regel 22.1A(c) antreten zu dürfen. Bisher wurde aber nur der Fall Stepanowa abgehandelt.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Bei der EM wird Stepanowa bereits am ersten Wettkampftag im Blickpunkt stehen. Um 18.25 Uhr beginnen am Mittwoch die Vorläufe über 800 Meter der Frauen. Dabei feiert sie drei Tage nach ihrem 30. Geburtstag ihr Comeback als Läuferin unter neutraler Flagge. Leichtathleten aus Russland dürfen nur dann teilnehmen, wenn sie außerhalb der Staatsgrenze leben und sich unabhängigen Doping-Kontrollen unterworfen haben.


Kommentieren