Masterplan soll Nassereith neues Leben einhauchen

Das Hallenbad ist offiziell „gestorben“, nun geht es nur noch um die Nachnutzung. Am besten sollte eine medizinische Einrichtung her.

© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Nassereith –„Die anderen Gemeinden wollten sich nicht beteiligen und für Nassereith selbst ist es nicht zu stemmen. Das Hallenbad ist gestorben“, stellt der neue Nassereither Bürgermeister Herbert Kröll unmissverständlich fest. Der Standort freilich ist ein idealer. „Hier sollte etwas entstehen, das nachhaltig ist, Arbeitsplätze und der Gemeinde Kommunalsteuern bringt“, so Kröll weiter. Das sollte nun ein Masterplan sicherstellen, der vom Außerferner Architekturbüro von Armin Walch bis Ende des Jahres ausgearbeitet wird.

Dazu gab es am Donnerstag eine außergewöhnliche Zusammenkunft des Nassereither Gemeinderates in Mieming, zu der auch Armin Walch angereist war. Gemeinderat Hubert Malleier hatte das Treffen eingefädelt. Walch stellte dabei fünf mögliche Varianten der Nachnutzung kurz vor, danach gab es ein Brainstorming. Malleier stellt fest: „Fakt ist, dass es kein Hallenbad mehr gibt und das bestehende Gebäude aus statischen Gründen nur schwer für eine Nachnutzung geeignet ist.“ Eines sei bereits beim Treffen in Mieming herausgekommen: „Am liebsten wäre uns etwas im medizinischen Bereich. Eine Reha oder Eintagestherapie“, fasst Malleier die erste Gedankensammlung zusammen.

Das Thema Hallenbad habe freilich schon den Wahlkampf im Winter und Frühjahr beherrscht. Schon damals zeichnete sich klar ab, dass das Bad nicht bis kaum sanierbar sei. „Abreißen und einen Wohnbau errichten, das kann man immer noch“, sagt Bürgermeister Kröll. Nun gelte es aber, sich mit den Möglichkeiten zu beschäftigen, die der Standort biete.

Das sollte vorerst über den Sommer geschehen. Da sei nun die Gemeinde am Zug, ihre Stärken herauszuarbeiten und die positiven Aspekte zu sammeln. Bis zum September sollte diese Liste angefertigt sein, die dann dem Architekten zur Weiterverarbeitung übergeben werden soll.

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„Bis Ende des Jahres sollte dann der Masterplan stehen, den wir eigentlich durchaus umsetzen wollen“, erklärt Kröll. Bis Anfang nächster Woche sollte auch feststehen, wie viel der Masterplan der Gemeinde Nassereith kosten wird. „Das werden wir uns noch leisten können“, sagt der Dorfchef. Malleier betont jedenfalls, dass man mit dem Hallenbad „eine Altlast“ mit sich schleppe, die 2013 „ohne einen Plan B in der Tasche einfach zugesperrt wurde“.


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