Millionen Menschen gingen übers Wasser ins Nirgendwo

Mailand – Auf den schwimmenden Stegen des bulgarischen Künstlers Christo sind Schätzungen zufolge mehr als 1,2 Millionen Menschen über das W...

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Mailand –Auf den schwimmenden Stegen des bulgarischen Künstlers Christo sind Schätzungen zufolge mehr als 1,2 Millionen Menschen über das Wasser des norditalienischen Iseo-Sees gegangen. Die Kunstinstallation „Floating Piers“ schloss am Sonntag nach gut zwei Wochen. Die Organisatoren hatten zunächst nur mit 500.000 Besuchern gerechnet, berichtete der Corriere della Sera.

Pro Tag kletterten die Besucherzahlen auf bis zu 120.000, die allerletzte Möglichkeit für das Wandeln auf den orangefarbenen Pontons im Iseo-See bestand am Sonntag. „Menschen kommen von überall her, um nirgendwo hinzugehen“, freute sich der 81-jährige Christo über die Begeisterung des Publikums für seine Installation. Die meisten Besucher schritten barfuß über die Installation. Angelockt wurden auch Rollstuhlfahrer und Hundebesitzer, die den „Gang über das Wasser“ mit ihren Vierbeinern absolvierten. Seit der Eröffnung am 18. Juni zeichnete sich der enorme Publikumserfolg ab. Nach einigen Tagen ordnete der Präfekt von Brescia eine nächtliche Schließung an, um Wartungs- und Reinigungsarbeiten vorzunehmen.

Die ursprüngliche Kalkulation ging von 25.000 Besuchern an Wochentagen und 40.000 am Wochenende aus, doch zuletzt sprach die Präfektur von 100.000 an Wochentagen und 120.000 am Wochenende. Vor allem wegen Hitze und langen Wartezeiten mussten oftmals Notärzte ausrücken. Schließlich wurde dann ein medizinischer Außenposten am See eingerichtet. (APA, AFP)


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