Die Opel-Zafira-Lounge lädt ein

Dieser Begriff aus der Gastronomie hat nun auch im Automobil Einzug gehalten. Das Raumgefühl im Opel Zafira hat mit seiner Vielfältigkeit Lounge-Ähnlichkeit, leider werden keine Drinks serviert.

Seit 17 Jahren ein Erfolgsgarant: Der Opel Zafira verkaufte sich bisher rund 2,7 Millionen Mal.
© Hersteller

Von Peter Urbanek

Frankfurt –Seit seiner Einführung 1999 galt der Opel Zafira als Vorbild in Bezug auf Platz, Vielfältigkeit und Sitzkomfort. Das überzeugte auch weltweit rund 2,7 Millionen Kunden. Fünf bis sieben Sitze galten lange Zeit als wichtiges Kriterium, die Passagiere sollten entspannt ihre Reise genießen. Diese Vorgaben sind heute überholt, neue Anforderungen des Marktes müssen in das bestehende Konzept eingebaut werden. Ein wertvoller Helfer ist dabei das Opel-Flex-System, eine eigene Entwicklung, die es mit wenigen Handgriffen erlaubt, aus einem beschaulichen Van den Transporter für den Outdoor-Sport zu machen. Sitze umgelegt, Platz gemacht, plötzlich passen vier Fahrräder in das Fahrzeug. Als Arbeitsplatz unter der Woche mit Internetzugang, Laptop, Tablet, DVD-Programm für die unruhigen Kinder, der Opel Zafira kann in kürzester Zeit seinen Verwendungszweck ändern.

Hersteller Opel spricht mit einem gewissen Stolz von einem „Lounge“-Gefühl, wie gesagt, um trinkbare Flüssigkeiten muss aber selbst vorgesorgt werden. In Österreich hat die siebensitzige Version des Zafira bei der internen Quotenwahl mit 60 zu 40 die Nase eindeutig vorne, da erübrigt sich jede Neuwahl.

Der neue Jahrgang 2016/17 unterscheidet sich nur marginal vom Vorgänger. An der Frontpartie mit Grill wurde die Familienähnlichkeit mit Opel Corsa und Astra hergestellt, wertvolle Materialien im Innenraum sollen den Premium-Eindruck verstärken. Wie im Hause Opel heute Hausgebrauch dient das Smartphone als Basisträger für Infotainment, aber auch für die Navigation. Gespeicherte Apps lassen sich problemlos auf den Bildschirm übertragen, ein System mit gewissen Schwächen, aber bereits aus Astra, Corsa und Co. bekannt. Etwas konservativere Kunden werden zu einem fest montierten Navigationsgerät um rund 1500 Euro Aufpreis greifen. Erhöhte Sicherheit durch Assistenzsysteme gehört heute im Autobau zur Selbstverständlichkeit.

Als Beispiel sei der Tempomat mit Gefahrenbremsung angeführt. Neu auch die adap­tive LED-Fernlichttechnologie, ähnlich dem Beispiel, das Startrainer Jürgen Klopp im Werbefernsehen vorstellt: kein gelbes Fernlicht, sondern die Wiedergabe in Taglichtqualität.

Das Knöpfeparadies auf der Mittelkonsole hat ausgedient, bekanntlich ist weniger oft mehr. Drei Einstellungen – Standard, Sport, Tour – stehen für das Chassis zur Verfügung, entweder mehr Komfort oder mehr Sportlichkeit. Im praktischen Fahrtest auf kurvenreicher Straße ließ sich das immerhin 4,66 m lange und 1,8 Tonnen schwere Fahrzeug fast wie ein Sportler um die Kurve hieven.

5- oder 6-Gang-Schalter, 6-Gang-Automatik, die Auswahl hängt mit der gewählten Motorisierung zusammen. Drei 2,0-Liter-Dieselmotoren stehen im Zafira-Regal, Leistungsbreite 130 bis 170 PS, im Herbst werden noch zwei 1,6-Liter-Selbstzünder neuester Technologie mit 120 oder 134 (ulkig!) nachgeschoben. Vier Benziner mit Leistungen zwischen 120 bis 200 PS sind vom Drehmoment und der Leistungskurve nicht zu unterschätzen.

Der stärkste Benzinmotor verspricht 220 km/h Spitze, die Beschleunigung von 0 auf 100 km in 8,8 Sekunden ist nicht zu verachten. Nun heißt es nur noch ein bisschen warten. Ab September steht die neue Opel-Zafira-Reihe aber bereits beim Tiroler Opel-Händler.

Die Preise beginnen bei 26.190 Euro und enden bei 34.590 Euro, abhängig von der gewählten Ausstattungsvariante Innovation oder Edition. Zur Einführung gibt es als Sonderangebot ein Benzin- oder Dieselmodell in der Ausstattungsvariante Edition zu einem günstigen Preis.


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