BP-Wahl - Hofer-Sieg könnte für Wettanbieter teuer werden

Wien (APA) - Der Spruch „Die Bank gewinnt immer“ gilt offenbar nicht für Wetten auf politische Ereignisse: Sollte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer...

Wien (APA) - Der Spruch „Die Bank gewinnt immer“ gilt offenbar nicht für Wetten auf politische Ereignisse: Sollte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer die Stichwahl-Wiederholung gewinnen, müssten die Wettanbieter nämlich auch jene auszahlen, die im ersten Anlauf auf Hofer gewettet haben. Die Anbieter verlieren dann in jedem Fall, denn die Wettgewinne auf einen Sieg Alexander Van der Bellens wurden bereits ausgeschüttet.

Wie Claus Retschitzegger, Pressesprecher von Bet-at-home, erklärte, wurden die Wetten auf die erste Stichwahl schon abgerechnet. Von den Zockern, die mit Van der Bellens Sieg im ersten Anlauf Geld gewonnen haben, werde nichts zurückgefordert, sollte nun doch Hofer Bundespräsident werden, versprach der Sprecher. Für jene, die mit einem Hofer-Tipp dann eigentlich doch richtig lagen, werde man die „Situation neu bewerten“. Die Quoten für Hofer waren vor der ersten Stichwahl in einer Bandbreite von eins zu 1,60 bis 1,75 gelegen.

Von Interwetten hieß es, sollte Hofer Präsident werden, würden die, die vorm 22. Mai darauf gesetzt haben, einfach zusätzlich ihre Gewinne ausbezahlt bekommen. Eine Rückforderung von Wettgewinnen auf Van-der-Bellen-Tipps sei kein Thema.

Für die Wettanbieter wäre ein Hofer-Sieg also ein ziemliches Verlustgeschäft. Bei Interwetten wurde laut früheren Angaben ein niedriger sechsstelliger Eurobetrag auf die Präsidentschaftswahl gewettet, bei Bet-at-home sprach man von einem „mittleren sechsstelligen Betrag“. Gewinnt im zweiten Anlauf übrigens erneut Van der Bellen, ändert sich am Wahlausgang nichts - somit bleibt auch für die Wetten alles beim Alten.

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Bet-at-home bietet auch für die Wahlwiederholung schon Wetten an. Allerdings nun mit der präziseren Formulierung: „Wer gewinnt die Wiederholung der Stichwahl zur Bundespräsidentenwahl 2016?“ Bisher lautete die Frage: „Wer wird Österreichs nächstes Staatsoberhaupt?“. Auch Interwetten plant neue Wetten.


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