Proteste in Simbabwe: Regierung blockiert Whatsapp

Harare (APA/dpa) - Aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik in Simbabwe sind Tausende Menschen in einen Streik getreten. Sie demonstrierten ...

Harare (APA/dpa) - Aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik in Simbabwe sind Tausende Menschen in einen Streik getreten. Sie demonstrierten so gegen die Regierung von Langzeitpräsident Robert Mugabe. Um weitere Proteste zu verhindern, ließ die Regierung offenbar den Zugang zum beliebten Kommunikationsdienst Whatsapp sperren, wie das simbabwische Medieninstitut des südlichen Afrikas (MISA) am Mittwoch mitteilte.

Damit sei Simbabwe in die Liga „despotischer Regime“ abgerutscht, die unzufriedene Bürger mundtot machen wollten, erklärte MISA. Weder Regierung noch Mobilfunkbetreiber äußerten sich offiziell zu dem plötzlichen Whatsapp-Ausfall. Wegen des Streiks blieben in der Hauptstadt Harare und im südlichen Bulawayo viele Büros, Banken und Geschäfte geschlossen, wie die Zeitung „The Standard“ auf ihrer Webseite berichtete.

Die Regierung des 92-jährigen Mugabes hat wegen einer Finanzkrise im Juni erklärt, dass viele fällige Gehälter für Regierungsangestellte erst im kommenden Monat gezahlt werden können. Im ganzen Land herrscht zudem Bargeldmangel. Simbabwe hat seine eigene Währung nach einer tiefen Krise und Hyperinflation 2009 abgeschafft und nutzt den US-Dollar.

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