Hauptpreis des Karlsbader Filmfestivals geht nach Ungarn

Karlovy Vary (Karlsbad) (APA/dpa) - Der Kristallglobus, der Hauptpreis des 51. internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary), geh...

Karlovy Vary (Karlsbad) (APA/dpa) - Der Kristallglobus, der Hauptpreis des 51. internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary), geht nach Ungarn. Der Regisseur Szabolcs Hajdu wurde am Samstagabend für sein Drama „Ernellaek Farkaseknal“ (etwa: Nicht die Zeit meines Lebens) ausgezeichnet.

Es erzählt von Ernella, die nach einem missglückten Aufenthalt in Schottland unerwartet mit ihrer Familie bei ihrer Schwester Eszter auftaucht. Hajdu drehte das Kammerspiel gemeinsam mit Filmstudenten. Der Hauptpreis des Festivals in der tschechischen Bäderstadt ist mit 25.000 US-Dollar (22.583,56 Euro) dotiert.

Auch zahlreiche österreichische Produktionen waren beim Festival vertreten, wenngleich nicht in den Wettbewerbssektionen. Andreas Horvath zeigte in Karlsbad seine umstrittene Doku „Helmut Berger, Actor“, Nikolaus Geyrhalter seinen bildgewaltigen, dialogfreien Film „Homo Sapiens“ und Maren Ade ihre in Cannes gefeierte, österreichisch-koproduzierte Tragikomödie „Toni Erdmann“. Außerdem waren einige heimische Kurzfilme geladen.

In Karlsbad wurden in diesem Jahr mehr als 135.000 Eintrittskarten für 180 Filme verkauft. Das Filmfestival findet seit 1946 in Westböhmen statt und zählt damit zu den ältesten der Welt.


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