Doping: Zentrale Ergebnisse und Fakten des WADA-Report zu Russland

Toronto (APA/dpa) - Die zentralen Ergebnisse und Fakten im am Montag in Toronto veröffentlichen 97-seitigen Ermittlungsreport der Welt-Anti-...

Toronto (APA/dpa) - Die zentralen Ergebnisse und Fakten im am Montag in Toronto veröffentlichen 97-seitigen Ermittlungsreport der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zum Staatsdoping in Russland:

- Das Moskauer Labor agierte zum Schutz von gedopten russischen Athleten innerhalb eines vom Staat bestimmten, unfehlbaren Systems. Dieses wird im Report als Methode der verschwundenen Positivproben beschrieben.

- Das Labor in Sotschi entwickelte eine einzigartige Methode zum Austausch von Proben, um gedopten russischen Athleten die Teilnahme an den Heimspielen 2014 zu ermöglichen.

- Das Sportministerium leitete, kontrollierte und überwachte die Manipulation der Athletenbefunde oder den Proben-Austausch. Das geschah unter aktiver Teilnahme und Hilfestellung von FSB (russischer Inlandsgeheimdienst), CSP (Trainingszentrum der russischen Top-Athleten) sowie der Labors in Moskau und Sotschi.

- Mindestens 643 positive Dopingproben von russischen Athleten sind von 2012 bis 2015 in den Analyselabors in Moskau und Sotschi „verschwunden“ - und waren dann negativ. Die 643 Fälle seien „nur ein Minimum“, heißt es in dem Report, weil den Ermittlern der Zugang zu allen einschlägigen Berichten unmöglich war.

- Die gefälschten Analysen betreffen Athleten aus rund 30 Sportarten. An der Spitze stehen die Leichtathleten mit 139 Fällen, danach folgen Gewichtheben (117), der paralympische Sport (35) und Ringen (28).


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