RLB OÖ steigt bei Global Hydro Energy und SPL TELE ein

Linz/Rainbach/Wolkersdorf (APA) - Die Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich steigt über ihre Beteiligungsgesellschaft Invest AG und den ...

Linz/Rainbach/Wolkersdorf (APA) - Die Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich steigt über ihre Beteiligungsgesellschaft Invest AG und den OÖ Beteiligungsfond beim oö. Kleinkraftwerke-Anbieter Global Hydro Energy und beim nö. Komplettausrüster für Mobilfunknetze, SPL TELE, ein. Das teilte das Management am Dienstag in einer Pressekonferenz mit. Über Beträge wird geschwiegen.

Bei der Global Hydro Energy aus Hofkirchen im Mühlkreis ist ein Gesellschafter ausgestiegen, daraufhin wurde ein strategischer Investor gesucht. Das Unternehmen ist stark exportorientiert und legte 2015 mit 150 Mitarbeitern einen Umsatzsprung von 43 Prozent auf 35 Mio. Euro hin. Die Invest AG steigt mit 24 Prozent ein, der OÖ Beteiligungsfonds, bei dem die RLB mit 41,5 Prozent der größte Partner ist, mit 16 Prozent.

Bei der SPL TELE mit Sitz in Wolkersdorf sei es hingegen um eine Kapitalerhöhung gegangen, erklärte Invest-AG-Vorstand Andreas Szigmund. Das Unternehmen versorgt alle großen Mobilfunkanbieter des Landes und steigerte den Umsatz seit 2013 von 26 auf 70 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl hat sich in dieser Zeit auf rund 400 mehr als verdoppelt. Die Invest AG, die bereits bisher mit Mezzanin-Kapital mit an Bord war, übernimmt nun 26,5 Prozent.

Den Private Equity Gesellschaften Invest AG und OÖ Beteiligungsfonds stehen pro Jahr gut 100 Mio. Euro für Beteiligungen zur Verfügung. Im Vorjahr haben sie neun Unternehmen auf diesem Weg mit Kapital versorgt. Heuer waren es drei - neben den beiden am Dienstag präsentierten auch das Wiener Biotechnologieunternehmen Marinomed. 6 weitere Beteiligungen, die noch heuer verwirklicht werden könnten, sind in Prüfung.

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Beteiligungen seien nach wie vor „eine konstante Säule, die ausgleichende Wirkung auf die Erträge hat. Das soll auch so bleiben“, so Generaldirektor Heinrich Schaller. Sie würden einen Ergebnisbeitrag von 80 bis 100 Mio. Euro liefern. Derzeit werden an rund 350 Unternehmen Beteiligungen in unterschiedlicher Höhe gehalten.

Wenig Freude hätte Schaller naturgemäß mit einer Verschärfung der Eigenkapitalbestimmungen bei Beteiligungen: Es würden derzeit 250 - statt bisher 100 - Prozent Eigenkapitalhinterlegung kolportiert. Er sei aber zuversichtlich, dass „diese extreme Erhöhung“ nicht kommen werde. Denn Beteiligungen seinen „genauso ein Bankgeschäft wie das Fremdkapitalgeschäft“, so Schaller.

~ WEB http://www.raiffeisen.at ~ APA308 2016-07-19/13:11


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