Olympia: IOC griff gegen Russen durch, aber kein Ausschluss-Entscheid

Rio de Janeiro/Lausanne (APA/dpa) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat noch keine Entscheidung über einen Ausschluss russischer...

Rio de Janeiro/Lausanne (APA/dpa) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat noch keine Entscheidung über einen Ausschluss russischer Sportler wegen des Skandals um jahrelanges Staatsdoping in Russland getroffen. Das teilte das IOC am Dienstag in Lausanne mit.

Man werde zunächst den Ausgang des Verfahrens abwarten, das derzeit vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) wegen des Komplettausschlusses der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen geführt wird, hieß es. Der CAS wollte bis Donnerstag über den Einspruch der betroffenen Sportler entscheiden.

Allerdings beschloss das IOC andere, vorläufige Maßnahmen gegen Russland. So dürften weder Offizielle des russischen Sportministeriums noch andere im Report der WADA erwähnten Personen zu den Olympischen Spielen nach Rio reisen. Zudem werde das IOC keine Sportveranstaltungen in Russland organisieren. Dies schließe auch die Europa-Spiele 2019 ein.

Außerdem wurde beschlossen, die russischen Athleten der Sotschi-Spiele 2014 Nachanalysen zu unterziehen. Zudem berief das IOC eine spezielle fünfköpfige Disziplinarkommission, die sich mit der weiteren Aufklärung befassen soll.

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IOC-Präsident Thomas Bach hatte am Montag nach der Vorlage des Untersuchungsberichts von WADA-Chefermittler Richard McLaren erklärt, das IOC werde die „härtest möglichen Sanktionen“ verhängen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte dem IOC und dem paralympischen Komitee (IPC) bereits am Montag empfohlen, einen Komplettausschluss der russischen Sportler von Olympia und den Paralympics zu prüfen. Der McLaren-Bericht wirft Russland jahrelanges Doping unter staatlicher Federführung vor. Betroffen sind neben den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 auch die Leichtathletik-WM 2013 in Moskau und die Schwimm-WM 2015 in Kasan.


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