Frankfurter Rentenmarkt tendiert etwas schwächer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Mittwoch zur Kasse etwas schwächer tendiert. Die Umlaufrendite sei von mi...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Mittwoch zur Kasse etwas schwächer tendiert. Die Umlaufrendite sei von minus 0,19 Prozent am Vortag auf minus 0,18 Prozent gestiegen, teilte die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mit. Die Umlaufrendite wird aus dem Durchschnitt der im Handel befindlichen Bundesanleihen mit der Laufzeit von 3 bis 30 Jahren ermittelt.

Die wenigen Konjunkturdaten aus dem Vormittagshandel sorgten nicht für nachhaltige Bewegung. Dennoch nahmen Marktteilnehmer zur Kenntnis, dass sich der britische Arbeitsmarkt vor dem Brexit-Referendum in guter Verfassung präsentiert hat. Die Arbeitslosenquote fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2005, die Beschäftigung erhöhte sich deutlich stärker als erwartet. Eine von der Bank of England veröffentlichte Umfrage legt nahe, dass sich daran trotz Brexit-Votum wenig ändern dürfte. Demnach wollen viele Firmen weder ihre Investitions- noch ihre Einstellungspläne in großem Umfang ändern.

Mangels Wirtschaftsdaten aus den USA dürften die Impulse auch im Nachmittagshandel gering bleiben. „Bis zur EZB-Sitzung dürfte Abwarten den Handel dominieren“, heißt es in einem Kommentar von Anleiheexperten der Commerzbank. An diesem Donnerstag wird die Europäische Zentralbank nach ihrer Zinssitzung neue Entscheidungen bekannt geben. Große Schritte werden nicht erwartet, allenfalls kleinere Anpassungen, um absehbare Knappheiten an den Anleihemärkten zu begegnen.

Es gab 63 Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 1,07 Prozentpunkten. Dem standen vier Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 0,27 Punkten gegenüber. Der Saldo von Käufen und Verkäufen der Bundesbank war ausgeglichen.

Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 143,99 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen.


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