Markt

Auch Fitch senkte Bonitätsnote für die Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
© REUTERS/Bektas

Der Ausblick sei stabil und es drohe derzeit keine weitere Herabstufung, heißt es von Seiten der Ratingagentur.

Ankara – Nach Standard & Poor‘s hat nun auch die Ratingagentur Fitch den Daumen über die Türkei gesenkt. Die Bewertung für die langfristigen Verbindlichkeiten des Landes sei auf „BBB-“ von zuvor „BBB“ herabgesetzt worden, teilte die Agentur am Freitag mit. Damit liegt die Bonität noch im befriedigenden Bereich.

Der Ausblick sei stabil. Damit droht zunächst keine weitere Herabstufung. Fitch zog damit die Überprüfung der Bewertung vor. Sie war ursprünglich für den 19. August geplant.

S&P hatte bereits zwei Tage zuvor die Note für das Land um eine Stufe auf BB herabgesetzt und damit tiefer in den spekulativen Bereich. Zugleich kappte sie den Ausblick auf „negativ“ von bisher „stabil“. Zur Begründung hatte S&P die zunehmende Polarisierung der Politik in dem NATO-Staat genannt. Nach dem Putschversuch sei mit einer Periode der erhöhten Unsicherheit zu rechnen, schrieben die Experten. Das könne Investoren davon abhalten, ihr Geld in der Türkei anzulegen.

Die US-Ratingagentur Moody‘s drohte der Türkei nach dem gescheiterten Militärputsch mit einer Herabstufung. (APA)