Iran verurteilt blutiges Attentat auf Hasara in Kabul

Teheran/Kabul (APA/AFP) - Der Iran hat das blutige Attentat auf Angehörige der schiitischen Minderheit der Hasara in der afghanischen Haupts...

Teheran/Kabul (APA/AFP) - Der Iran hat das blutige Attentat auf Angehörige der schiitischen Minderheit der Hasara in der afghanischen Hauptstadt Kabul verurteilt. „Das terroristische Attentat in Afghanistan ist ein neuer Akt der Barbarei von Daesh“, erklärte der iranische Außenminister Mohammed Jawad Sarif am Sonntag unter Verwendung der arabischen Bezeichnung für die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS), die sich zu dem Anschlag bekannte.

Sarif rief zur Einheit der Konfessionen auf. „Schiiten und Sunniten müssen sich vereinen, um die Extremisten zu besiegen“, erklärte der Außenminister. Bei dem Bombenanschlag inmitten einer Demonstration der Hasara, mit der sie gegen die Route einer Stromleitung protestieren wollten, waren am Samstag in Kabul 80 Menschen getötet und 231 verletzt worden. Es war der schlimmste jemals verübte Anschlag in der afghanischen Hauptstadt.

Während sich die Taliban von der Bluttat distanzierten, bekannte sich die IS-Miliz dazu. Die sunnitische Extremistengruppe ist bisher in Afghanistan kaum präsent. Die schiitische Minderheit der Hasara, die rund drei Millionen Angehörige zählt, leidet seit langem in Afghanistan unter Diskriminierung und Verfolgung. Der mehrheitlich schiitische Iran ist traditionell der wichtigste Unterstützer der Minderheit.


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