Eine kleine, aber feine Tiroler Abordnung

Hallein-Rif – Die Leichtathletik-Staatsmeisterschaften am vergangenen Wochenende standen ganz im Zeichen der anstehenden Olympischen Sommers...

Christina Scheffauer sorgte in Rif für die einzige Tiroler Goldmedaille im Rahmen der Leichtathletik-Staatsmeisterschaft.
© gepa

Hallein-Rif –Die Leichtathletik-Staatsmeisterschaften am vergangenen Wochenende standen ganz im Zeichen der anstehenden Olympischen Sommerspiele von Rio de Janeiro. Vier der sechs nominierten Sportler gingen dabei an den Start – bis auf Beate Schrott durchaus mit vielversprechenden Auftritten. Die aufgrund körperlicher Probleme lange Zeit gehandicapte Niederösterreicherin musste über 100-m-Hürden der EM-Halbfinalistin Stephanie Bendrat (Union Salzburg Leichtathletik) sowie Vereinskollegin Eva Wimberger (Union St. Pölten) den Vortritt lassen. Die Zeit der Olympia-Finalistin (13,85 Sekunden) muss angesichts des starken Gegenwinds jedoch relativiert werden.

Zehnkämpfer Dominik Distlberger entschied Stabhoch- und Weitsprung für sich, Jennifer Wenth gewann ihre Spezialdisziplin (5000 m). Lukas Weißhaidinger absolviert mit dem Diskus zudem den ersten Wettkampf nach einer Knöchelverletzung, die seine EM-Teilnahme in Amsterdam verhindert hatte, siegreich.

Die Ausbeute der Tiroler fiel angesichts der kleinen Abordnung durchaus beachtlich aus. So gewann Christina Scheffauer im Kugelstoßen die Goldmedaille, ihre IAC-Vereinskollegin Magdalena Macht sicherte dem Tiroler Leichtathletikverband im Dreisprung Silber. „Ich bin mit der Leistung unseres Teams völlig zufrieden“, bilanzierte Trainer Peter Frizzi, der auch die drei vierten Plätze lobend hervorhob:

Sowohl für Marina Kaserer (Hochsprung/aufgrund der höheren Anzahl an Versuchen) als auch für Christina Scheffauer (Hammer) und Riccardo Klotz (Stabhochsprung) wäre eine Medaille in Griffweite gewesen.

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Auffallend sei aus Sicht von Frizzi die geringe Teilnehmerzahl aus heimischer Sicht sowie augenblicklich das Fehlen eines Mittel- oder Langstreckenläufers. „In früheren Jahren war das eine Tiroler Domäne, das scheint sich etwas geändert zu haben.“ Zwar habe man im Berg- und Crosslauf immer wieder einen TLV-Vertreter an der Spitze, aber das habe sich zuletzt offensichtlich nicht auf die Bahn übertragen lassen. (floh)


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