Innsbrucker Justizanstalt: Duo plante Ausbruch mit Geiselnahme

Ein aufmerksamer Justizwachebeamter im Ziegelstadl hörte die Planung der Geiselnahme in der Nacht zum Dienstag.

Auch in Innsbruck soll das Personal im Zieglstadl aufgestockt werden.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck - Zwei Insassen der Innsbrucker Justizanstalt haben offenbar einen Ausbruch mit Geiselnahme geplant. Der Coup konnte aber verhindert werden, weil ein Justizwachebeamter auf ein Gespräch des Duos aufmerksam wurde, erklärte Josef Schmoll von der Generaldirektion für Strafvollzug am Mittwoch.

Die beiden hatten sich in der Nacht auf Dienstag über ihre Pläne unterhalten. Der Justizwachebeamte habe das sofort gemeldet und so habe das Vorhaben verhindert werden können, hieß es.

Einer der beiden Männer befand sich in der Justizanstalt in Untersuchungshaft. „Und zwar wegen des Verdachts des schweren Raubes“, sagte Schmoll der APA. Der 50-Jährige wurde in einem speziellen Haftraum abgesondert.

Beim zweiten mutmaßlichen Ausbrecher soll es sich um einen 27-Jährigen handeln, der sich wegen verschiedener Eigentumsdelikte in Haft befunden habe. Das Haftende wäre 2025 gewesen. Er wurde in eine Hochsicherheitsanstalt verlegt.

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Die beiden österreichischen Staatsbürger sollen geplant haben, Strafvollzugsbedienstete als Geiseln zu nehmen und auf diese Weise frei zu kommen. Details zum Plan wollte Schmoll nicht bekannt geben, da die Ermittlungen und die entsprechenden Einvernahmen im Laufen waren. Die Rechnung wäre aber nicht aufgegangen, betonte Schmoll, da die technischen Voraussetzungen der Justizanstalt dies nicht zugelassen hätten. (APA)


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