Ein Jahr lang keine Stunde ohne Gebet
In der Pfarre Zell wird seit einem Jahr die Ewige Anbetung praktiziert. Das freiwillige Gebet erfreut sich großer Beliebtheit.
Von Anna Maria Mühlbacher
Zell a. Z. –Ein besonderes Jahr hat die Pfarre Zell am Ziller hinter sich. 365 Tage lang haben die Mitglieder der Pfarre die Ewige Anbetung realisiert. Hierbei ist nicht nur die Monstranz durchgehend ausgesetzt, es sind auch rund um die Uhr Gläubige zum Gebet anwesend.
Diese alte Tradition hat sich im 10. Jahrhundert in verschiedenen Klöstern entwickelt. In Pfarren wird sie aber wegen des großen Aufwandes kaum praktiziert. Auch in Zell hat es einiges an Vorarbeiten gebraucht, bis das Projekt verwirklicht werden konnte. „Vier Monate lang haben wir Freiwillige gesucht und Motivationsarbeit geleistet“, erklärt Dekan Ignaz Steinwender. An Mariä Empfängnis 2015 ist dann mit dem für Tirol einzigartigen Projekt gestartet worden. Nur eine weitere Pfarre Österreichs, Pöllau in der Steiermark, praktiziert die Ewige Anbetung ebenfalls. Ein Jahr lang beten nun die Gläubigen Zells in der Hauskapelle des Altenwohnheims rund um die Uhr. Die Erfahrungen sprechen für sich. Nahezu alle Wochenstunden, insbesondere die Nachtstunden, sind an regelmäßige „Anbeter“ vergeben. Jedoch wird weiterhin nach interessierten Gläubigen gesucht. „Es ist unser Ziel, alle Stunden doppelt zu besetzen, um den Vertretungsdienst zu entlasten“, erklärt Steinwender. Auf die Frage, warum sich die Leute für dieses Projekt so begeistern, ist er sich sicher: „Es ist vielen Gläubigen ein spirituelles Bedürfnis, ihre persönlichen Anliegen in dieser Form vor den Herrn zu tragen.“ Am Montag wird das Ein-Jahr-Jubiläum der Ewigen Anbetung bei allen Messen in Zell gefeiert.
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