Seichenbrunn bleibt trotz Umbau gratis
Das Parken im Debanttal geht nun geordnet vonstatten. Planer, Umsetzer und Behörde zeigen sich mit dem neuen, einladenden Portal zufrieden.
Von Christoph Blassnig
Gaimberg –Rund elf Kilometer sind es vom Lienzer Talboden bis zum Parkplatz Seichenbrunn im Debanttal, einem beliebten Ausgangspunkt für Wanderer auf 1665 Metern Seehöhe. Den Großteil des Weges dorthin bildet eine Schotterstraße, die regelmäßig instand gesetzt werden muss. Der Parkplatz ist Vorhof für den Nationalpark Hohe Tauern.
Schon vor zehn Jahren hätten erste Gespräche die Erneuerung dieses Abstellareals zum Ziel gehabt. „Aufgrund unterschiedlicher Interessen hat es aber lange gedauert“, meint Andreas Pfurner, einer der beiden Standortbürgermeister. Mit Pfurners Kollegen Bernhard Webhofer aus Gaimberg und zahlreichen Beteiligten wurde am Montag offiziell der Bauabschluss gefeiert. Auch Bezirkshauptfrau Olga Reisner gratulierte persönlich.
Hans Gumpitsch, Obmann der zuständigen Wegegemeinschaft, sieht in dem Projekt Seichenbrunn eine gelungene Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Wenn jeder gut macht, was er kann, lassen sich selbst große Vorhaben kostengünstig, rasch und nachhaltig umsetzen“, betonte Gumpitsch. Aus einer Schotterfläche, auf der früher kreuz und quer durcheinandergeparkt worden sei, habe man mit Gefühl für die Sache ein einladendes Portal zum Schutzgebiet geschaffen. Die Holzgatter wurden barrierefrei ausgeführt. Sie sind damit auch für Radler problemlos zu passieren.
Geplant hat Revital. Klemens Loacker erklärte: „Es gibt durch Steine und Stämme eine eindeutige Stellplatzordnung. Unter der Materialseilbahn wurde der Weg aus Sicherheitsgründen abgesenkt, und das Tor hat man deshalb weiter zurückversetzt.“ Nicht nur im Vorfeld des Nationalparks sei es Aufgabe der Landschaftsgestaltung, die technischen Notwendigkeiten und natürlichen Voraussetzungen bestmöglich zu vereinen.
Mit der Umsetzung begonnen hat man im vergangenen Herbst. Nach der Winterpause konnte heuer alles fertig gestellt werden. Die Kosten in der Höhe von 53.500 Euro tragen die Alpenvereinssektion Lienz und der Nationalpark Hohe Tauern zu gleichen Teilen.
Die Fläche des neuen Parkplatzes Seichenbrunn beträgt inklusive Fahrweg rund 2500 Quadratmeter. Neunzig Fahrzeuge finden Platz. Talauswärts wurden im Zuge dessen zwei zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen: einmal bei der Trelebitschbach-Brücke, eine zweite bei der Abzweigung Richtung Rohracheralm. Die Nutzung soll bis auf Weiteres kostenlos bleiben.
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