Kind stürzte beim Wandern am Penser Joch 50 Meter in die Tiefe
Das minderjährige Kind wurde schwer verletzt ins Krankenhaus Bozen geflogen. Unterdessen mussten die Bergretter in Meran eine Urlauberfamilie retten.
Sterzing – Ein schwerer Unfall ereignete sich Samstagmittag bei einem Alpinunfall am Penser Joch in Sterzing. Laut der Onlineplattform Südtirol Online stürzte ein Kind gegen 12.47 Uhr rund 50 Meter in die Tiefe. Dabei zog es sich schwere Verletzungen zu. Die Rettungskräfte flogen das verunglückte Kind ins Krankenhaus nach Bozen.
Familie aus Klettersteig geborgen
Wenige Stunden zuvor hatten Bergretter von Meran einen prekären Einsatz am Klettersteig Hoachwool. Dort war ein deutsches Ehepaar gemeinsam mit seiner elfjährigen Tochter gegen 15 Uhr in den Klettersteig eingestiegen. Durch falsche Tourenplanung waren die drei Stunden später immer noch in den Seilen. Gegen 20.30 Uhr setzten sie einen Notruf ab. Weil eine Hubschrauberbergung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich war, mussten sieben Bergretter mit Stirnlampen zu der inzwischen völlig erschöpften und verängstigten Familie aufsteigen.
Der Vater hing entkräftet an einer Steilstufe und musste mittels Flaschenzug gerettet werden. Im Anschluss begleiteten die Bergretter die drei Deutschen bis zum nächsten Notausstieg und brachten sie unversehrt ins Tal.
Toter bei Suchaktion entdeckt
Unterdessen endete eine dreitägige Suchaktion am Samstag in Pfunders mit dem Auffinden einer Leiche. Seit Sonntag war ein 55-Jähriger nach einer Bergtour in Richtung Weisssteinkar nicht nach Hause zurückgekehrt. Hunderte Bergretter suchten in den vergangenen Tagen das Gebiet weitläufig ab.
Samstagmittag kam dann die traurige Nachricht: Eine Suchmannschaft hatte den Südtiroler auf einer Höhe von 2700 Metern im unwegsamen Gelände gesichtet. Der Mann dürfte aus einer Höhe von 250 Metern abgestürzt und auf der Stelle tot gewesen sein. (TT.com)