Bergtour unterschätzt: Wanderer ließen Opa (81) in Tobel zurück

In unwegsamen Gelände und bei einem Gewitter im Visnitztal bei Kappl hatten die drei Deutschen mit ihrem Großvater die Orientierung verloren. Ein Hirte auf der gegenüberliegenden Talseite wurde zufällig zum Retter.

(Symbolfoto)
© PantherStock

Kappl – Die Schwierigkeit und Länge einer Wandertour haben drei Deutsche, die am Sonntag gemeinsam mit ihrem 81-jährigen Großvater in Richtung Visnitzalpe bei Kappl unterwegs waren, völlig unterschätzt.

Die Enkel im Alter von 22, 31 und 33 Jahren beschlossen gemeinsam mit ihrem Opa am Gipfel, dass sie über das Joch weiterwandern würden um anschließend von der Alp Trida mit der Seilbahn nach Ischgl zurückzufahren.

Im oberen Teil des Visnitz Tales ging den Wanderen dann aber die Kondition aus. So änderten sie kurzfristig ihre geplante Tour und wollten über die 2727 Meter hohe Vesulalpe zurück ins Tal steigen. Dabei geriet die Gruppe allerdings in unwegsames Gelände. Zu allem Überfluss zog auch noch ein Gewitter auf. Durch die plötzlich einsetzende Dunkelheit verloren die Deutschen vollends die Orientierung. Der 81-Jährige schaffte es in Folge nicht mehr weiter. Seine Enkel ließen ihn alleine und durchnässt in einem Tobel zurück und stiegen weiter ab.

Mit viel Glück und nur durch Zufall wurden die Wanderer gegen 20.50 Uhr entdeckt: Ein Hirte hatte ihre Lichtzeichen auf der gegenüberliegenden Talseite bemerkt und Alarm geschlagen. Die Bergrettung Kappl stieg mit elf Bergrettern zur Vesulalpe auf, erreichte die drei Wanderer und begleitete sie ins Tal.

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Rund 200 Meter höher wurde dann auch der 81-Jährige gefunden, der zu dem Zeitpunkt bereits völlig erschöpft und durchnässt war. Die Bergretter transportierten den Mann mit der Gebirgstrage zum über eine Stunde entfernten Fahrweg. Gegen 0.45 Uhr waren alle wieder in Sicherheit. (TT.com)


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