Hart und Bruck lehnen ab

Die Idee zu einer einheitlichen Sperrstunde kam Anfang des Sommers nicht bei allen im Tal gut an.

Symbolfoto
© Zillertal Arena

Hart, Bruck –Die Idee zu einer einheitlichen Sperrstunde des Planungsverbandes Zillertal kam Anfang des Sommers nicht bei allen im Tal gut an. „Das ist eine Empfehlung, die jede Gemeinde individuell und vor allem freiwillig umsetzen kann“, betont Planungsverbandsobmann Hansjörg Jäger. Wenn Feste bereits um 1 Uhr die Musik abdrehen und nur noch bis 2 Uhr ausschenken, erhoffe man sich, dass die Festbesucher bereits früher kommen. „So könnte sich das Ausgehverhalten über Jahre hinweg ändern, indem die Leute nicht erst um 23 Uhr zum Fest kommen, sondern um 21 Uhr voll ist“, erklärt Jäger. Laut ihm gebe es bereits positives Feedback aus manchen Ortschaften.

„Ich finde eine generelle Sperrstunde nicht richtig. Es ist etwas anderes, ob jedes Wochenende ein Fest im Ort ist oder man nur ein paar Feste im Jahr hat“, berichtet der Harter BM Alois Eberharter. Zudem ist er nicht der Meinung, dass durch diese Idee die Festbesucher früher kommen würden. Auch in Bruck greift die Sperrstunden-Empfehlung nicht. „Wir haben nur zwei Feste, die zwar zentral beim Gemeindehaus stattfinden, aber dennoch bis 2 Uhr mit Musik gehen“, sagt BM Alois Wurm und fügt hinzu: „Eine Sperrstunde sollte je nach Frequenz und Platz des Festes in jeder Gemeinde unterschiedlich festgelegt werden.“

Für Jäger sei es kein großer Schiffbruch, wenn Hart und Bruck entgegen den Empfehlungen handeln. Obwohl eine gemeinsame Richtlinie schon wünschenswert sei. (emf)


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