Polizei sucht erneut am Fundort von Knochen der kleinen Peggy

Vor drei Monaten fand ein Pilzsammler Knochen im Wald - sie stammen von der vor langer Zeit verschwundenen Peggy. Der Fall des Mädchens ist bis heute ungeklärt. Jetzt sucht die Polizei noch einmal den Wald ab.

Die Polizei untersuchte im September 2016 den Auffindeort von Peggy in einem Wald in Thüringen.
© APA/dpa/Fricke

Lichtenberg – Knapp drei Monate nach dem Knochenfund im Fall der viele Jahre verschwundenen Peggy untersucht die Polizei erneut den Fundort in einem Wald in Thüringen. „Das sind routinemäßige Überprüfungen“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayern am Montag. „Das hat sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben.“ Weitere Auskünfte über die Ermittlungen zum Tod des vor 15 Jahren verschwundenen Mädchens wollte der Sprecher zunächst nicht geben.

Die Maßnahmen um den Fundort der sterblichen Überreste Peggys seien geplant gewesen und Routine, hieß es einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Die Ermittler der Sonderkommission (Soko) und der Anklagebehörde interessieren sich demnach besonders für Tierbauten. Die bayerische Bereitschaftspolizei unterstützt die Soko bei der Suche. Diese sollte den Montag über andauern und falls nötig fortgesetzt werden. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk über die Suchaktion berichtet.

Pilzsammler fand Knochen

Peggys Tod ist einer der größten ungelösten Kriminalfälle in Bayern. Die neunjährige Schülerin aus dem oberfränkischen Lichtenberg war am 7. Mai 2001 nicht von der Schule nach Hause gekommen. Wochenlange Suchaktionen blieben erfolglos. Erst Anfang Juli 2016 - mehr als 15 Jahre später - fand ein Pilzsammler in einem Wald im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Bayern Knochen des Mädchens.

Das Skelett war damals allerdings nicht vollständig gefunden worden. Hundertschaften der Polizei suchten das Waldgebiet und Zufahrtsstraßen zwischen Peggys Heimatort und dem Fundort im 15 Kilometer entfernten Saale-Orla-Kreis daraufhin nach Spuren ab.

Weil nicht alle Knochen gefunden worden waren, hielt es die Polizei nicht für ausgeschlossen, dass Tiere einzelne Teile des Skeletts verschleppt haben. Deshalb suche man nun gerade in Tierbauten, so ein Sprecher der Einsatzkräfte. Man wolle nichts unversucht lassen. (dpa)


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