Basketball: LeBron James will bei US-Hymne stehen

Cleveland (Ohio) (APA/Reuters) - Basketball-Superstar LeBron James hat keine Pläne, in die Fußstapfen von Colin Kaepernick zu treten. Wenn i...

Cleveland (Ohio) (APA/Reuters) - Basketball-Superstar LeBron James hat keine Pläne, in die Fußstapfen von Colin Kaepernick zu treten. Wenn in wenigen Tagen die ernsthafte Phase der Vorbereitung auf die NBA-Saison beginnt, werde er beim Abspielen der US-Hymne vor den Testspielen stehen - und nicht aus Protest niederknien. „So bin ich. Das ist, woran ich glaube“, sagte der 31-Jährige am Montag bei einem Medientermin.

Der Football-Profi Kaepernick von den San Francisco 49ers zieht es seit Wochen vor, sich während des „Star-Spangled Banner“ nicht zu erheben, sondern zu knien. Damit wolle sich der Ersatz-Quarterback gegen anhaltenden Rassismus im Land, Ungleichbehandlung und Polizeigewalt wehren, sagte er. Seit der ersten Protestaktion von Kapernick bei einem NFL-Vorbereitungsspiel Ende August hat die Geste in der amerikanischen Sportszene viele Nachahmer gefunden.

James werde jedenfalls nicht dazugehören, betonte er am Montag. „Ich unterstütze jeden dabei, ob Sportler oder nicht Sportler, seine Ansichten in einer friedlichen Art und Weise auszudrücken. Das ist genau das, was Colin Kaepernick tut, und ich respektiere das“, sagte der dreifache NBA-Champion, der zuletzt im Juni die Cleveland Cavaliers zu ihrem ersten Titel geführt hatte.

„Was ich nicht mag an der Situation, ist die negative Aufmerksamkeit, die er von gewissen Leuten bekommt, denn das ist nicht gerecht“, ergänzte James. Laut einer aktuellen Reuters-Umfrage sieht die Mehrheit der US-Amerikaner das Verhalten von Kaepernick als unpatriotisch an, befürwortet aber gleichzeitig sein Recht auf freie Meinungsäußerung. Kaepernick selbst gab zu Protokoll, er habe wegen seiner Handlungen Morddrohungen erhalten.

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