Haftbefehle gegen 121 Mitglieder von Hilfsorganisation in der Türkei

Istanbul (APA/dpa) - Zwei Monate nach der Schließung eines Gülen-nahen Hilfswerks in der Türkei hat die Staatsanwaltschaft die Festnahme von...

Istanbul (APA/dpa) - Zwei Monate nach der Schließung eines Gülen-nahen Hilfswerks in der Türkei hat die Staatsanwaltschaft die Festnahme von mehr als 120 Mitgliedern der humanitären Organisation angeordnet. Darunter sei der Vorsitzende von Kimse Yok Mu (auf Deutsch: „Ist da jemand“), Ismail Cingöz, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

In 18 türkischen Provinzen sei es am Dienstag zu Razzien gekommen. Der Schwerpunkt sei in Istanbul gelegen. Die Hilfsorganisation, die in über hundert Ländern aktiv war, war in der Türkei bereits am 23. Juli per Notstandsdekret geschlossen worden.

Die Medien-Plattform „Habertürk“ berichtete, Grundlage der Razzien sei der Vorwurf, Kimse Yok Mu habe Spendengelder an das Netzwerk des Predigers Fethullah Gülen weitergeleitet. Die türkische Regierung macht den Prediger, der in den USA lebt, für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Unklar war, wieviele von den insgesamt 121 gesuchten Verdächtigen festgenommen wurden.

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