Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verharrt in der Verlustzone

Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Dienstagnachmittag bei moderatem Volumen nicht aus der Verlustzone gekommen. Der ATX wurde um 14.15 Uhr...

Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Dienstagnachmittag bei moderatem Volumen nicht aus der Verlustzone gekommen. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.364,51 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 16,91 Punkten bzw. 0,71 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,81 Prozent, FTSE-100/London -0,34 Prozent und CAC-40/Paris -0,55 Prozent.

Nach einer freundlichen Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten tauchte der ATX ebenso wie die übrigen Handelsplätze im Vormittagsverlauf immer tiefer in die Verlustzone. Keinen wesentlichen Impuls lieferten EZB-Zahlen zur Geldmenge im Euroraum, die ein stabiles Wachstum der Kreditvergabe zeigten. In den USA steht im weiteren Verlauf unter anderem das Verbrauchervertrauen des Conference Board für September auf der Agenda.

Unternehmensseitig stand europaweit einmal mehr die Bankbranche unter Druck. Nachdem am Vortag die Papiere der Deutschen Bank auf ein Allzeit-Tief gesunken war, setzte es auch für die Titel heimischen Branchenvertreter Kursverluste. Beide Entwicklungen setzten sich fort - die Aktie der Deutschen Bank unterbot ihre historischen Tiefststände und nähert sich der 10-Euro-Marke. In Wien verbilligten sich Erste Group um 0,37 Prozent und Raiffeisen um 1,05 Prozent.

Buwog tendierten um geringe 0,12 Prozent schwächer bei 24,35 Euro. Die Analysten von Barclays haben für die Aktien des Immobilienkonzerns im Vorfeld der morgigen Zahlenvorlage zum ersten Quartal ihr Kursziel von 22,70 auf 27,20 Euro angehoben. Ihre Anlageempfehlung bestätigen sie mit „Overweight“.

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Die Papiere der RHI setzten ebenso ihren defizitären Wochenstart fort und rutschten mit minus 4,00 Prozent neuerlich ans untere Ende des ATX, das sie auch am Vortag mit einem rund fünfprozentigen Abschlag innehatten. Zum Wochenauftakt hatte der Hersteller von Feuerfestprodukten bekanntgegeben, dass der frühere CEO des schweizerischen Lonza-Konzerns, Stefan Borgas (52), ab 1. Dezember für fünf Jahre der neue Vorstandsvorsitzende sein wird.

Während auch die Ölwerte OMV mit minus 1,60 Prozent und Schoeller-Bleckmann mit minus 1,80 Prozent schwach tendierten, präsentierten sich die Titel des Faserherstellers Lenzing mit plus 1,37 Prozent gut gesucht.

Der Betriebsrat der Telekom Austria will Klarheit wie es mit dem teilstaatlichen Unternehmen weiter geht und hat dazu für den 7. Oktober eine außerordentlichen Aufsichtsratssitzung einberufen. Auslöser sind Spekulationen wonach das Gustostückerl, die Österreich-Tochter A1, von einer unabhängigen Aktiengesellschaft in eine weisungsbebundene GmbH umgewandelt werden soll. Die Telekom-Aktie notierte um 0,55 Prozent schwächer.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.393,30 Punkten, das Tagestief lag um etwa 11.15 Uhr bei 2.357,57 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,64 Prozent bei 1.204,34 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market zwölf Titel mit höheren Kursen, 24 mit tieferen und vier unverändert.

Bis dato wurden im prime market 3.160.916 (Vortag: 2.863.113) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 80,29 (78,19) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 316.882 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 16,40 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA373 2016-09-27/14:31


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