Klostergarten als Talstation der Burgbahn

Reuttes TVB-Chef Hermann Ruepp erweist sich als Visionär für abgehobene Transportwege, BM Oberer bleibt eher geerdet.

Die Burgruine Ehrenberg.
© Burgenwelt Ehrenberg

Von Helmut Mittermayr

Reutte –Im Bezirkshauptort heiß diskutiert wird die Idee des Tourismusobmannes der Naturparkregion Reutte, Hermann Ruepp, das Burgen­ensemble Ehrenberg und die Marktgemeinde Reutte mit einer Seilbahn direkt zu verbinden (die TT berichtete). Auf Nachfrage, ob er schon konkrete Pläne verfolge, meint Ruepp, dass sein Vorschlag bisher einfach eine Idee sei, die vielleicht zum Reifen zu bringen wäre.

„Am Linztextilareal parken und am Wolfsberg oder gleich im Klostergarten in die Gondelbahn einsteigen – neben Ehrenberg müsste man auch Schlosskopf und Highline miteinbinden“, reibt der Hotelier weiter an der Glaskugel. Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte könnten damit erstmals die Highline erreichen. „Für mich würden hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Markt Reutte würde belebt und die Erreichbarkeit Ehrenbergs wäre auch bei Staulage auf der B 179 gesichert.“

Über allfällige Kosten oder Finanziers hat sich der TVB-Chef noch keine Gedanken gemacht. Für die nackte Bahn, heißt es in Seilbahnkreisen, um eine Zahl ohne konkretes Projekt zu nennen, müssten schon einmal 10 Millionen hergerichtet werden. Gebäude, Fundamente und vieles mehr würden noch dazukommen. Was gegen eine Verwirklichung spreche, sei die Tatsache, dass mit Hunderten Grundeigentümern verhandelt werden müsste, über deren Grund die Bahn dann schweben würde.

Bürgermeister Alois Oberer hat über die Idee Ruepps „noch nicht nachgedacht. Was soll ich sagen, das sind Visionen, ich bin eher der Realist.“ Aber natürlich brauche es eine bessere Verbindung zwischen Ehrenberg und Reutte. „Ob das gleich eine Schwebe­bahn sein muss? Auch ein Shuttledienst auf einer auszubauenden Streck­e Klause/Katzenmühle würde schon viel helfen und wäre stauunabhängig von der B 179 nutzbar.“ Laut Oberer gibt es nämlich konkrete Überlegungen, den Forstweg für Einsatzfahrzeuge auszubauen – warum nicht auch für Shuttlebusse mit Gästen?


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