Förderpreis für unbezahlbaren Einsatz

Fünf gemeinnützige Projekte wurden gestern vor den Vorhang geholt. Die Stiftung der Sparkasse Imst vergab zum ersten Mal ihren Förderpreis.

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Von Matthias Reichle

Imst –„Es sind lebende Projekte. Solche, die einen Multiplikator haben. Das Geld ist dort besser verzinst als auf einem Sparbuch“, betonten Franz Thurner und Franz Raich von der Sparkasse Privatstiftung Imst. 43 Einreichungen sind heuer bei ihnen eingelangt, ein Gremium wählte in zahlreichen Sitzungen die besten fünf aus. Gestern wurden sie bei der Verleihung des ersten und bislang einzigen Förderpreises für soziale und gemeinnützig­e Initiativen im Oberland vor den Vorhang geholt.

Einige sind besonders innovativ, wie das „Peer Teaching“ – gemeint ist der Unterricht unter Gleichgestellten. Schüler der Bundeshandelsakademie/Handelsschule Imst greifen für Nachhilfestunden nicht mehr tief in die Tasche. Seit zwei Jahren helfen sie sich untereinander. Fachlich starke Schüler lernen mit Schwächeren für eine kleine Abgeltung von fünf Euro pro Stunde. Die Privatstiftung unterstützt das mit 5000 Euro. Damit werden nun Kojen angekauft, die den Schülern mehr Privatsphäre beim Lernen geben.

Aber auch der Pitztaler Erlebnismarkt Wenns, bei dem regionale, bäuerliche Produkt­e, Handwerkserzeugnisse und Basteleien angeboten werden, fand sich unter den Preisträgern. Als förderwürdig befand das Gremium darüber hinaus einen Themenweg für das Gurgltal, der vom Ökozentrum konzipiert wurde. Spaziergänger sollen auf 1,2 Kilometern über die biologische und geologische Vielfalt aufgeklärt werden, wie Obmann Gottfried Mair erklärte. Er war bei einem weiteren Projekt dabei. Die Handelsakademie entwirft derzeit mit dem Imster IT-Kolleg der landwirtschaftlichen Lehranstalt und insriX eine App, die künftig beim regionalen Einkauf helfen soll.

Die höchste Summe erhielt aber mit 7500 Euro die Tagesbetreuung für Senioren, die der Sozial- und Gesundheitssprengel Pitztal anbietet. Ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich dort um einsame oder pflegebedürftige Menschen. „Sie geben dem Leben nicht mehr Tage, aber dem Tag mehr Leben“, betont­e Geschäftsführerin Manuela Prantl. Der Förderpreis wird auch im kommenden Jahr wieder ausgeschrieben.

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