Teure Bankenrettungen: Italiens Geldhäuser bitten Kunden zur Kasse

Rom/Mailand (APA) - Ein Bankkonto in Italien zu haben, wird teurer. Mehrere Geldhäuser, darunter die Bank Austria-Mutter UniCredit, haben di...

Rom/Mailand (APA) - Ein Bankkonto in Italien zu haben, wird teurer. Mehrere Geldhäuser, darunter die Bank Austria-Mutter UniCredit, haben die Erhöhung der Kosten einiger Dienstleistungen für den Kunden beschlossen. Damit soll ihre Beteiligung am privaten Banken-Rettungsfonds Atlante finanziert werden.

Das in Mailand notierte Geldhaus Banco Popolare wird für bestimmte Bankkonten eine Einmal-Zahlung von 25 Euro als Beitrag für die Rettung von vier Regionalbanken verlangen, die zurzeit verkauft werden. Auch UniCredit und UBI wollen angesichts zunehmender „Produktionskosten“ die Kosten für die Bankkonten erhöhen, berichteten italienische Medien. UniCredits Konkurrent Intesa Sanpaolo verzichtete dagegen darauf, die Kunden zu belasten.

Die Erhöhung der Kosten für die Bankkonten löste den Protest der italienischen Konsumentenschutzverbände aus, die von einem „Diebstahl“ sprachen. Sie drohen mit Sammelklagen gegen die Banken.

4,5 Mrd. Euro haben die Banken in den im April eingerichtete Bankenrettungsfonds Atlante gesteckt, der bereits zur Rettung mehrerer angeschlagener Geldhäuser eingreifen musste. Der Bankenrettungsfonds Atlante muss sich auch an dem milliardenschweren Rettungsplan der Krisenbank Monte Paschi di Siena (MPS) beteiligen.

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