Verpackungssammler ARA 2017 mit stabilen Tarifen

Wien (APA) - Das heimische Abfallunternehmen Altstoff Recycling Austria (ARA) belässt die Tarife für das kommende Jahr weitgehend auf Vorjah...

Wien (APA) - Das heimische Abfallunternehmen Altstoff Recycling Austria (ARA) belässt die Tarife für das kommende Jahr weitgehend auf Vorjahresniveau. Teurer wird die Entsorgung von Eisenmetallen im Haushaltsbereich, in vier weiteren Kategorien wird es Preisrückgänge geben. Die Kosten für gewerbliche Verpackungsabfälle bleiben überwiegend gleich, wie das Unternehmen heute, Donnerstag, mitteilte.

Im Detail werden die Tarife zum Jahreswechsel bei den Haushaltsverpackungen in vier Kategorien gesenkt. Die Entsorgung von Glas kostet ab 1. Jänner 84 Euro pro Tonne (-3,4 Prozent), bei Getränkeverbundkarton sind es 58 Euro pro Tonne (-4,8 Prozent). Die Tonne Keramik schlägt mit 15 Euro (-14,3 Prozent) zu Buche, die Tonne textile Faserstoffe ebenso (-25 Prozent). Preissteigerungen gab es bei Eisenmetallen um 7,7 Prozent auf 28 Euro pro Tonne. Die restlichen Tarife bleiben gleich.

Im Gewerbebereich wird die Entsorgung von Keramikmüll (-28,6 Prozent auf 10 Euro pro Tonne) und textilen Faserstoffen (-50 Prozent auf 10 Euro pro Tonne) günstiger. In den übrigen Kategorien bleiben die Preise auf dem Niveau von 2016.

Im September war die ARA von der EU-Kommission wegen Verstoßes gegen das Kartellrecht nach einem jahrelangen Verfahren zu einer Strafe von 6 Mio. Euro verdonnert worden. Die ARA hat Konkurrenten laut EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Zugang zur grundlegenden Infrastruktur und am Eintritt in den Abfallwirtschaftsmarkt gehindert. Die Brüsseler Behörde wies Vergehen der ARA in den Jahren 2008 bis 2012 nach.

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Das Unternehmen will das Bußgeld laut Vorstand Christoph Scharff zur Gänze aus dem Eigenkapital zahlen und nicht Tarife für die Verpackungsentsorgung erhöhen. Das Brüsseler Verfahren sei einvernehmlich beendet worden. Wenn die ARA nicht eingelenkt hätte, wäre eine Strafe von bis zu 19 Mio. Euro - rund zehn Prozent des Umsatzes - fällig gewesen. Da die ARA kooperativ war, setzte die EU-Kommission die Strafe um 30 Prozent auf 6,015 Mio. Euro herab.

~ WEB http://www.ara.at ~ APA337 2016-09-29/13:42


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