Zürcher Börse schließt leicht schwächer

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag an Wert eingebüßt und schließt damit auch die gesamte Woche im Minus ab. Der...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag an Wert eingebüßt und schließt damit auch die gesamte Woche im Minus ab. Der Handel war auch kurz vor dem Wochenende von den Unsicherheiten im Bankensektor und den im Tagesverlauf abebbenden Sorgen um die Deutsche Bank geprägt. Nach zunächst starken Abgaben, grenzten die Finanztitel diese bis zum Schluss ein und drehten mit der Deutschen Bank zumeist sogar ins Plus. Demgegenüber belasteten die Gewinnmitnahmen der Index-Schwergewichte Novartis und Nestlé den Gesamtmarkt bis zum Schluss schwer.

Bis Börsenschluss büßte der Swiss Market Index (SMI) noch 0,31 Prozent auf 8.139,14 Punkte ein, im Tagestief war er im frühen Geschäft bis auf 8.020 Stellen abgerutscht. Auf Wochensicht errechnet sich ein Minus von 1,6 Prozent und im Monat September ein solches von 0,8 Prozent. Das dritte Quartal schloss der SMI indes nach den Wirren um das Brexit-Votum von Ende Juni mit einem Plus von 1,5 Prozent ab.

Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Papiere nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, stieg am Freitag leicht um 0,09 Prozent auf 1.239,87 Stellen und der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,22 Prozent auf 8 883,25. Von den 30 wichtigsten Titeln beendeten 18 den Handel im Plus und noch zwölf im Minus.

Einen bewegten Börsentag erlebten die Finanztitel: Nach einem sehr schwachen Handelsstart fingen sich die Aktien der Banken und Versicherer aber und wechselten kurz vor Schluss teilweise gar noch das Vorzeichen. So gewannen die Großbanken Credit Suisse und UBS am Ende 0,9 Prozent bzw. 1,5 Prozent und Versicherungsaktien wie Swiss Re und Swiss Life legten um 0,8 Prozent bzw. 0,2 zu.

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Auslöser für das volatile Geschäft im Finanzsektor war einmal mehr die Deutsche Bank. Nachdem die Nachricht, wonach einige Hedgefonds einen Teil ihrer überschüssigen Gelder bei der Deutschen Bank abgezogen hätten, zunächst stark belastete, entspannte sich die Stimmung am Nachmittag schlagartig. Spekulationen, die in den USA drohende Strafzahlung würde für die Deutsche Bank deutlich niedriger ausfallen als bisher erwartet, verleiteten zu Käufen. In der Schweiz beschloss der Bundesrat unterdessen, den Eigenkapitalaufbau systemrelevanter Schweizer Banken steuerrechtlich zu erleichtern.

Stark zulegen konnten am Freitag auch Aktien wie Aryzta (+2,0 Prozent), Sika (+1,8 Prozent) oder SGS (+1,1 Prozent). Am Tabellenende lagen bei den Blue Chips dagegen bis Handelsschluss Galenica (-3,6 Prozent auf 1 031 Schweizer Franken), nachdem die Credit Suisse das Kursziel um 55 CHF auf 1 150 Franken zurückgenommen hatte. Nach einer Phase, in der die Bank ein Restricted-Rating hatte, wurde zudem die Bewertung wie zuvor mit ‚Neutral‘ wieder aufgenommen. Der zuständige Analyst führte einige Herausforderungen und Risiken für Galenica in Zukunft an.

Größere Verluste verbuchten zudem die schwergewichtigen Novartis (-1,1 Prozent) und Nestlé (-0,9 Prozent). Sie waren der Grund, dass der SMI nicht aus dem Minusbereich herausfand. Tiefer schlossen etwa auch Adecco (-0,6 Prozent) oder Dufry (-0,4 Prozent).

ABB (+0,1 Prozent) gewannen am Ende leicht an Wert. Der Technologiekonzern hatte das im September 2014 angekündigte Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Vor allem aber rückt der mit Spannung erwartete Investorentag immer näher. Am kommenden Dienstag will das Management über neue Details zur Überprüfung der Unternehmensstruktur Bericht erstatten.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA504 2016-09-30/18:26


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