Altach beendet WAC-Heimserie, Admira bezwingt Mattersburg

Der Schweizer Dimitri Oberlin war mit einem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit der Matchwinner für die Vorarlberger.

Siegtorschütze Oberlin ließ sich von seinen Altacher Kollegen feiern.
© APA

WAC – Altach 1:2

Der WAC hat zum Auftakt des zweiten Meisterschaftsviertels die erste Saisonheimniederlage in der Fußball-Bundesliga kassiert. Der SCR Altach feierte in Wolfsberg einen in der Nachspielzeit per Elfmeter sichergestellten 2:1 (1:0)-Sieg und verbesserte sich zumindest für einen Tag auf Platz zwei der Tabelle.

Der eingewechselte Dimitri Oberlin entschied in der 91. Minute mit seinem siebenten Saisontor die Partie. Der 19-jährige Schweizer verwertete in der Nachspielzeit einen Elfmeter, den Daniel Drescher an ihm verursacht hatte. Nicolas Ngamaleu hatte die in der ersten Hälfte überlegenen Altacher in Führung gebracht (28.), Christopher Wernitznig für den verdienten Ausgleich gesorgt (58.).

WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger gab erstmals in dieser Liga-Saison Christian Dobnik im Tor den Vorzug gegenüber Alexander Kofler. An Dobnik lag es nicht, dass die Kärntner erstmals seit dem 11. Mai (1:2 gegen Admira) die Lavanttal-Arena als Verlierer verließen.

Der WAC hatte zunächst mehr Ballbesitz, mit dem langsamen Spielaufbau der Heimischen hatten die Altacher aber in der ersten Halbzeit keine Probleme. Torgefährlich waren zunächst beide Mannschaften nicht, mit der ersten Chance des Spiels gingen die Vorarlberger in Führung. Nach Stellungsfehler von Daniel Drescher verwertete Ngamaleu sicher zum 1:0 (28.). Der Kameruner war von Trainer Damir Canadi anstelle Oberlins gebracht worden und bedankte sich mit seinem ersten Bundesliga-Treffer.

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Die Gäste vergaben danach eine durchaus mögliche höhere Halbzeitführung. Nach weiterem Drescher-Fehler verfehlte Ngamaleu knapp das Ziel (40.), Dobnik konnte gerade noch einen Netzer-Kopfball entschärfen (43.).

Nach der Pause drehte sich das Spiel komplett. Die Pfeifenberger-Truppe kam mit mehr Elan aus der Kabine, dominierte die Partie und schaffte in der 58. Minute den Gleichstand. Wernitznig nahm eine Prosenik-Vorlage direkt und traf zum 1:1. Torhüter Martin Kobras, der in der Pause für den gesundheitlich angeschlagenen Teamtorhüter Andreas Lukse gekommen war, war chancenlos.

Altach blieb in der zweiten Hälfte eigentlich harmlos, profitierte aber im Finish von einem unnötigen Foul von Pechvogel Drescher. Für die Vorarlberger war es nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen erst der zweite Saisonsieg in der Fremde.

Admira – Mattersburg 1:0

Das erste Eigentor dieser Bundesligasaison hat der Admira am Samstag einen 1:0 (0:0)-Heimerfolg über Schlusslicht Mattersburg gebracht. Mit einer abgefälschten Flanke besorgte Thorsten Mahrer (82.) in einer Partie mit wenigen Höhepunkten den zweiten Sieg der Admira en suite, die Südstädter verbesserten sich vor den Sonntagpartien der zehnten Runde mit zwölf Punkten auf Platz sechs.

Während die Admira dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte nicht ganz unverdient den zweiten Heimsieg dieser Saison bejubelte, kassierte Mattersburg im fünften Versuch die fünfte Auswärtsniederlage. Saisonübergreifend hat die Truppe von Ivica Vastic in den jüngsten 19 Spielen nur einen Sieg zu Buche stehen.

Was rund 2.500 Zuschauer in der Südstadt zu sehen bekamen, war der Ausgangssituation durchaus würdig. Denn beide Trainer hatten schon vor Anpfiff betont, aus einer sicheren Defensive im schnellen Umschaltspiel ihr Heil suchen zu wollen. Die Risikofreudigkeit war vor der Pause ebenso überschaubar wie die Torchancen.

In der vierten Minute verhinderte Markus Kuster bei einem Flachschuss von Dominik Starkl mit guter Reaktion den frühen Mattersburger Rückstand. Beim Kopfball von Fabio Strauss, der das Tor nur knapp verfehlte, wäre der Tormann aber ohne Chance gewesen (32.). Die Gäste wurden immerhin einmal gefährlich, der Köpfler von Neo-Stürmer Barnabas Varga verfehlte aber den Kasten von Admira-Goalie Leitner (10.).

Die Burgenländer eröffneten die zweite Hälfte mit einem zentralen „Hammer“ von Mario Grgic samt folgendem Fallrückzieher durch Alois Höller (50.), agierten in der Folge mit deutlich mehr Schwung und leichtem spielerischem Übergewicht. Wenig später kam Varga nach einer Flanke in gefährlicher Position um Zentimeter zu spät (59.).

Die beste Chance bis dahin vergab aber Admira-Verteidiger Strauss nach Freistoß aus wenigen Metern (66./über das Tor). Die Hausherren waren nach Stundenfrist das etwas aktivere Team und wurden dafür im Finish auch noch belohnt - allerdings benötigten sie dafür nach einer Flanke von Stephan Zwierschitz Mahrers Mithilfe. Die Schlussminuten boten dann mehr Dynamik als die gesamte Partie davor, Tor fiel aber keines mehr. (APA)


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