Brixental

Neue Ideen für Innsbrucker Häuser in Westendorf

© Angerer Harald

Das Erholungsheim der Stadt Innsbruck in Westendorf ist in die Jahre gekommen. Die Begehrlichkeiten für das Grundstück neben dem Golfplatz sind inzwischen gestiegen.

Von Harald Angerer

Westendorf, Innsbruck –Es ist ein Platz der Ruhe und der Erholung. Das Haus Innsbruck und der Forellenhof in Westendorf dienen den Senioren der Stadt Innsbruck alljährlich im Sommer zur Erholung und als günstige Möglichkeit, Urlaub zu machen. Doch die Gebäude sind in die Jahre gekommen und auch das Interesse an dem Grundstück steigt.

War es bis vor wenigen Jahren noch ein abgelegener Platz außerhalb des Dorfes, liegt das Innsbrucker Grundstück nun direkt am Westendorfer Golfplatz. Insgesamt weist die Fläche gut 90.000 m2 auf, ein Großteil davon Freiland und Waldfläche. Sie ist seit 1940 im Besitz der Stadt und es stehen darauf zwei Gebäude. Das Haupthaus, der Forellenhof, wird nun schon seit einigen Jahren als Ferienhaus für Senioren der Stadt Innsbruck genutzt. Doch das Gebäude ist in die Jahre gekommen.

Nun gibt es ein mögliches Hotelprojekt, welches auf der Fläche verwirklicht werden könnte. Details zu dem Projekt sind noch nicht bekannt, es soll sich aber um mehrere Investoren, die dort ein Hotel errichten wollen, handeln. Auch an die Innsbrucker Senioren soll in dem Projekt gedacht werden, für sie sollte weiterhin die Möglichkeit bestehen, dort günstig Urlaub zu machen.

„Ich habe von dem Projekt gehört. Auch habe ich bereits ein Gespräch mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer über die Zukunft der Flächen in Westendorf geführt“, sagt Westendorfs Bürgermeisterin Annemarie Plieseis auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. Hier gab es aber noch keine konkreten Aussagen, da die Stadt Innsbruck selbst erst überlegen müsse, wie es mit dem Grundstück und den Häusern darauf weitergehen soll. Dies soll aber im Oktober erfolgen, wurde der Wes­tendorfer Bürgermeisterin von ihrer Innsbrucker Kollegin mitgeteilt.

Grundsätzlich wäre ein neues Hotel für Plieseis begrüßenswert. „Es kommt aber natürlich auch sehr darauf an, welches Hotelprojekt es ist“, schiebt sie nach. Denn die bestehenden Betten im Ort sollten dadurch nicht leiden. Hier müsse man sich genau überlegen, wie eine Entwicklung stattfinden könne.

In Innsbruck selbst zeigt man sich hingegen sehr verschlossen. Zuständig für das Grundstück und die beiden Häuser der Stadt Innsbruck ist Vizebürgermeister Christop­h Kaufmann. Er verwies gegenüber der TT auf einen runden Tisch, der zu dem Thema stattfinden soll. Mehr könne er dazu noch nicht sagen, und auch Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ist kurz angebunden. „Mir ist es wichtig, dass es auch weiterhin ein günstiges Angebot für die Senioren der Stadt Innsbruck gibt, um Urlaub zu machen“, sagt die Bürgermeisterin. Zu der weiteren Vorgangsweise bei dem Grundstück in Wes­tendorf will sie nichts sagen. Nur so viel, dass man sich in den nächsten Jahren sicher Gedanken über die Fläche und die darauf befindlichen Häuser machen werde. Von dem Hotelprojekt will sie noch nichts gehört haben.