SPÖ-Parteivorstand

Klaus Gasteiger kehrt in den Landtag zurück

Klaus Gasteiger kehrt in den Landtag zurück.
© Thomas Boehm / TT

Klaus Gasteiger wird für die aus dem Landtag ausscheidende Gabi Schiessling nachrücken. Gegen das Comeback des ehemaligen Abgeordneten regt sich nicht nur in der SPÖ Widerstand.

Innsbruck – Es war der Parteivorstand der Erklärungen. Eigentlich sollte mit dem Rückzug von Ingo Mayr von der Tiroler SPÖ-Spitze und der Kandidatur der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik Ruhe in die SPÖ einkehren. Doch eine Personaldebatte hielt die ohnehin krisengeschüttelten Sozialdemokraten zuletzt fest im Griff. Zu viele Gräben wurden in den vergangenen Jahren aufgerissen, für einen Neubeginn wollte vorerst niemand über seinen eigenen Schatten springen.

Klar war am Mittwochabend nur eines: Für den umstrittenen Ersatzbundesrat Hasan Duran führt kein Weg in den Bundesrat. Der türkischstämmige Duran hat Kontakte zu rechtsnationalistischen Parteien in der Türkei. Er trat auch aus der SPÖ aus und in den VP-Wirtschaftsbund ein. In der Länderkammer soll deshalb Hans-Peter Bock bleiben. Das hat der Parteivorstand einstimmig beschlossen.

Doch wer rückt dann für die aus dem Landtag ausscheidende Gabi Schiessling nach? Gegen den nächstgereihten Ersatzmandatar Klaus Gasteiger regte sich nicht nur in der Partei Widerstand. Auch im SPÖ-Sportdachverband ASKÖ gibt es einen Scherbenhaufen, Gasteiger wird am 14. Oktober nicht mehr als Präsident kandidieren. Trotz der Unstimmigkeiten wird der ehemalige Abgeordnete ein Comeback im Landtag feiern. Denn gegen den Kaltenbacher Bürgermeister sprach sich – bei zwei Enthaltungen – kein Landesparteivorstandsmitglied aus. Auch Innsbrucks SP-Chef Helmut Buchacher betonte, er nehme das professionell zur Kenntnis. Er zählt zu den größten Gasteiger-Kritikern. Klubchef Reheis sieht das ebenso.

Elisabeth Blanik machte einmal mehr deutlich, dass sie nach vorne schauen möchte. Vor allem in Innsbruck, aber auch in Teilen der Gewerkschaft will man sich mit der seit 2003 im Landtag sitzenden Osttirolerin noch nicht so sehr anfreunden. Noch bis 8. Oktober sind weitere Bewerbungen für den Landesparteitag am 22. Oktober möglich. (pn)