Eishockey

6:3 gegen Znojmo: Haie feierten vierten Heimsieg in Serie

Hämmerte gegen Fehervar seinen ersten Saisontreffer knallhart in den Kasten – der 35-jährige, slowakische Defensiv-Routiner Kristian Kudroc.
© gepa

Ersatzgeschwächte Haie schlugen Fehervar mit 6:3. Am Samstag (17.30 Uhr) geht‘s gegen Znojmo. Ex-KAC-Verteidiger Jason DeSantis (30) wird kommen.

Von Alex Gruber

Innsbruck — Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Also schwieg man sich am Freitag vor dem Match gegen die Ungarn von offizieller Seite noch aus, was eine Verpflichtung von Jason DeSantis betrifft. Der 30-jährige Amerikaner soll zu Beginn der neuen Woche im Haifischbecken landen. Mit 43 Punkten in den letzten beiden Saisonen beim KAC wies der Verteidiger auch Offensivqualitäten aus.

Mit den Sperren von Nick Ross (4 Spiele) und Lubomir Stach (2) hat der Transfer nichts zu tun. Denn schon bevor die beiden Topverteidiger zu Wochenbeginn dieses harte Strafmaß traf, hielten die Haie nach einer Defensiv-Verstärkung Ausschau. Und am Freitag traf zum 1:0 gegen Fehervar mit Kristian Kudroc genau jener verbliebene Defensiv-Legionär, von dem mehr gefordert wurde. Der 35-jährige Slowake hämmerte einen satten Schlagschuss in die Maschen, spielte trocken gut.

Zu Beginn hatten die Haie „geschwitzt“, Goalie Andy Chiodo die Hausherren schon nach 19 Sekunden mit einer Glanztat vor einem Rückstand bewahrt. Im Minutentakt fand sich die mit fünf Tirolern besetzte HCI-Verteidigung besser zurecht, Dominique Saringer, Mario Ebner und Florian Pedevilla fanden zudem Schusschancen vor. Das 2:0 besorgte im Powerplay nach Huber-Assist aber Topscorer John Lammers.

Die Haie kamen mit Elan aus der Kabine: Austin Smith servierte Andrew Clark nur 42 Sekunden nach Wiederanpfiff das 3:0. Die Bewegung stimmte, in der Folge kamen die Gäste auf: Chiodo zog Fehervar mit Ausnahme eines Überzahl-Treffers aber in vielen Szenen den Nerv.

Nach einem harten Check musste Saringer verletzt vom Eis, Übeltäter Sofron mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe ebenfalls vorzeitig unter die Dusche (36.). Die fünfminütige Überzahl verging zwar ungenützt, wenig später markierte Hunter Bishop aber das 4:1 (41.) und die vermeintliche Vorentscheidung, ehe ein Doppelschlag von Fehervar für Spannung sorgte. Mario Lamoureux machte den Sack nach Smith-Vorarbeit zu, Mario Huber legte ein Traumtor zum 6:3-Endstand drauf. Es war der vierte Heimsieg in Serie, am Samstag soll gegen Znojmo der fünfte folgen.

EBEL, 7. Runde

HC Innsbruck - Fehervar 6:3 (2:0,1:1,3:2)

Tore: Kudroc (4.), Lammers (19./PP2), Clark (21.), Bishop (41.), Lamoureux (59./PP), Huber (59.) bzw. Owens (27./PP), Manavian (45.), Maylan (50.)

Strafminuten: 6 bzw. 15 plus Spieldauerdisziplinar Sofron.