Prinoth misst Schneehöhen nun digital

Bei der „FIS Course Builder & Designer Clinic“ wurden vor wenigen Tagen Neuerungen präsentiert.

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Stilfser Joch, Telfs –Kürzlich trafen sich über 80 internationale Profis aus der Skicross-, Snowboardcross- und Snowpark-Szene im Rahmen der „FIS Course Builder & Designer Clinic“ bei Prinoth bzw. am Stilfser Joch, um sich rund um das Gestalten und Instandhalten von Courses und Snowparks auszutauschen. Dabei standen neueste Entwicklungen im Vordergrund: So präsentierte Pistenfahrzeug-Hersteller Prinoth, dessen internationale Service- und Logistikzen­trale sich in Telfs befindet, mit einer digitalen Schneehöhenmessung eine Top-Innovation. In Kooperation mit Leica gibt es nun ein satellitenbasiertes System, das genaueste Schneehöhenmessung und Visualisierung ermöglicht.

Auf einem im Pistenfahrzeug installierten Monitor werden dem Fahrer die exakte Schneehöhe sowie das Geländeprofil in Echtzeit angezeigt. So kann der Fahrer in der Kabine auf einen Blick erkennen, wie tief die Schneedecke unter seinem Pistenfahrzeug ist und seine Arbeit dementsprechend anpassen. In erster Linie unterstützt die digitale Schneehöhenmessung die effiziente und wirtschaftliche Pistenpräparierung – gerade in Zeiten, in denen immer weniger Naturschnee, sondern dafür technisch erzeugter Schnee zur Präparierung verwendet werden muss. Besonders in Kombination mit einem System für Flottenmanagement können die Maschinen optimiert eingesetzt werden. Dies bedeutet für das Skigebiet eine Reduzierung der Kosten. Die FIS hat die Schneehöhenmessung bereits bei der Präparierung ihrer Weltcup-Veranstaltungen im Einsatz.

Die Prinoth GmbH in Telfs beschäftigt knapp 70 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von über 40 Mio. Euro. Das Unternehmen ist Teil der Leitner Gruppe, der auch Aufstiegsanlagen, Beschneiungssysteme und Windkraftanlagen angehören. Insgesamt konnte die Gruppe in Tirol mit 207 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von knapp 110 Mio. Euro verzeichnen. (TT)


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