Prägende Spuren in Beton

Bleibenden „Eindruck“ hinterlassen: Zehn Kinder und Jugendliche der Sonderschule Sillian verewigten sich beim Eingang mit ihren Hand- und Fußabdrücken.

Anna Schett hilft Martin bei der Verewigung seines Handabdrucks.
© Kozubowski

Von Claudia Funder

Sillian –Kalt war es bei der Feier vor der Georg-Großlercher-Schule/Sonderschule Sillian, aber das tat dem berechtigten Stolz der zehn Kinder und Jugendlichen, die im Mittelpunkt standen, keinen Abbruch. Kein Wunder, konnten sie sich doch fühlen wie Stars am Hollywood Boulevard, als sie die Platten mit ihren Hand- und Fußabdrücken vor dem Gebäude selbst einsetzten. Viele Angehörige und Freunde waren gekommen, um dem Akt beizuwohnen.

Praktikantin Anna Schett mit Aaron, der seinen Fuß in die weiche Masse drückt
© Kozubowski

Die Idee zu dem sympathischen Projekt hatte Anna Schett aus Sillian, die Sozialpädagogik studiert und an der Schule ein mehrwöchiges Praktikum absolvierte. Vor dem Fest gab es viel zu tun, wurde den zehn Schülern der beiden Klassen – drei Mädchen und sieben Burschen im Alter von neun bis 16 Jahren – doch keine fertige Betonmischung für das Vorhaben serviert. Sie durften als junge „Baumeister“ selbst Hand anlegen. Da wurden Gießformen zusammengeschraubt, die Zutaten Sand, Wasser und Zement in der richtigen Relation gemischt und die fertige Masse eingefüllt und geglättet – Schritte, die bisweilen zur „Drecksarbeit“ wurden, aber immer Spaß machten. „Die Schüler konnten Erfahrungen mit dem Baustoff sammeln und waren mit großer Freude dabei“, erinnert sich Schulleiterstellvertreter Markus Kozubowski. Nach Probegüssen war es endlich so weit, der eigentliche Abdruck konnte erfolgen. Bevor das Material aushärtete, wurden die Platten noch mit Symbolen und Buchstaben versehen. Die Ergebnisse zieren nun den Eingangsbereich. In der Schule zeigt eine Fotostrecke, die besichtigt werden kann, wie die Platten entstanden sind. Wer Näheres über die Schule erfahren will: Am 24. März 2017 ist Tag der offenen Tür.

Matteo füllt die Gießform sorgsam mit der Betonmischung.
© Kozubowski

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