Gericht: Piloten dürfen bei der Lufthansa streiken

Frankfurt (APA/dpa/Reuters) - Der für Mittwoch geplante Pilotenstreik bei der AUA-Mutter Lufthansa kann nach einem Urteil des hessischen Lan...

Frankfurt (APA/dpa/Reuters) - Der für Mittwoch geplante Pilotenstreik bei der AUA-Mutter Lufthansa kann nach einem Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts endgültig stattfinden. Die Fluggesellschaft scheiterte am späten Dienstagabend auch in zweiter Instanz mit ihrem Eil-Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den 24-Stunden-Streik.

Der Vorsitzende Richter Peter Gegenwart hatte früh zu erkennen gegeben, dass er die von Lufthansa aufgeworfene Kritik an den Tarifforderungen der Vereinigung Cockpit im Eilverfahren für nicht aufklärbar hält.

Zuvor war die Lufthansa bereits in der ersten Instanz mit ihrem Antrag gegen die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gescheitert. Das Gericht sah es nicht als seine Aufgabe an, eine von der VC verlangte Zuschlagstaffel für Co-Piloten daraufhin zu überprüfen, ob damit jüngere Beschäftigte benachteiligt würden. Das sei zuallererst Aufgabe der Tarifparteien.

Lufthansa hatte bereits am Mittag 876 von rund 1.800 geplanten Flügen am Mittwoch abgesagt und die Passagiere so weit wie möglich umgebucht. Der Sonderflugplan ist auch so ausgearbeitet, dass in den Folgetagen möglichst wenig Störungen der Umläufe mitgenommen werden. Ein kurzfristiges Wiederanfahren des ursprünglichen Flugplans ist kaum möglich.

~ ISIN DE0008232125 WEB http://www.lufthansa.com/ ~ APA621 2016-11-22/23:35


Kommentieren