Burgenländische Leitbetriebe sichern österreichweit fast 13.000 Jobs

Eisenstadt (APA) - Elf internationale Leitbetriebe mit Sitz im Burgenland sichern österreichweit fast 13.000 Arbeitsplätze. Das ist das Erge...

Eisenstadt (APA) - Elf internationale Leitbetriebe mit Sitz im Burgenland sichern österreichweit fast 13.000 Arbeitsplätze. Das ist das Ergebnis einer von der Industriellenvereinigung Burgenland (IV) in Auftrag gegebenen Studie, die am Mittwoch in Eisenstadt präsentiert wurde. Das Ergebnis zeige, dass kleine und große Betriebe voneinander profitieren würden, so IV-Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl.

Im Burgenland beschäftigten die elf Betriebe 3.550 Mitarbeiter und sicherten knapp 5.200 Arbeitsplätze, erläuterte Studienautor und Geschäftsführer des Industriewissenschaftlichen Instituts, Herwig Schneider. Dies entspreche rund 4.500 Vollzeitäquivalenten.

Bei einem Produktionswert von etwa 980 Mio. Euro würden die elf Unternehmen mittel- und unmittelbar eine gesamtwirtschaftliche Produktion von 2,41 Mrd. Euro generieren. Das ergebe eine Multiplikatorwirkung von 2,46. Bei der Wertschöpfung sei der Faktor 3,02.

Die Studie zeige, dass die Betriebe einen hohen Hebel hätten, sagte Puschautz-Meidl. Davon würden auch Klein- und Mittelbetriebe profitieren: „Groß braucht Klein und Klein braucht Groß.“ Neudoerfler Office Systems sei etwa Kunde bei über 80 Lieferanten im Burgenland, fügte Geschäftsführer Helmut Sattler hinzu.

Die elf Betriebe wurden aufgrund ihrer Steuerungskompetenz, der Wertschöpfungsintensität, ihres Marktanteils und ihrer Internationalität ausgewählt. Darunter finden sich Firmen wie der Büromöbelhersteller Neudoerfler Office Systems, Hella Fahrzeugteile Austria oder Unger Stahlbau. Laut Schneider sind die meisten der Unternehmen zudem standortmobil.

Das Burgenland sei als Standort „nicht unterdurchschnittlich attraktiv“, meinte Schneider. Man müsse aber, in gesamt Österreich, „verdammt aufpassen“ seinen Platz im besseren Mittelfeld nicht zu verlieren.

Entscheidend für die Standortwahl eines Betriebes seien zumeist Bürokratie, Energiepreise, Steuern - besonders jene auf den Faktor Arbeit -, Infrastruktur und die Regulierung der Arbeit. Für Puschautz-Meidl ist es daher ein „Spiel mit dem Feuer“, wenn über Vermögenssteuern und Wertschöpfungsabgaben geredet werde.

~ WEB http://www.iv-net.at/ ~ APA294 2016-11-23/13:17


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