Auszeichnung für vernetzte Gemeinden

Innsbruck – Ihrem Ruf als Allheilmittel im Kampf gegen knappe Kassen in den Amtsstuben wurden die Gemeindefusionen nicht gerecht. In dieser ...

Innsbruck –Ihrem Ruf als Allheilmittel im Kampf gegen knappe Kassen in den Amtsstuben wurden die Gemeindefusionen nicht gerecht. In dieser Einschätzung sind sich der für die Gemeinden zuständige Landesrat Johannes Tratter (VP) und Tirols Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf einig. Am Beispiel der Steiermark habe sich gezeigt, dass die erhoffte Nutzung von Synergien und die Einsparungen nicht in dem Maß eingetreten sind wie ursprünglich erwartet und öffentlichkeitswirksam verkauft. „Kooperation ist unser Motto. Fusion nicht“, macht daher Schöpf deutlich und LR Tratter verweist auf eine Studie des Instituts für Föderalismusforschung, die den Tiroler Gemeinden grundsätzlich ein gutes Zeugnis ausstellt, was die Zusammenarbeit betrifft. „Wir haben allerdings auch noch Luft nach oben“, sagt Tratter. Aus diesem Grund wurde eine Auszeichnung ins Leben gerufen, mit der beispielgebende Kooperationen von Gemeinden gewürdigt werden sollen: GEKO, der Tiroler Gemeindekooperationspreis.

Die Gemeinden des Landes sind noch bis Ende des Jahres eingeladen, ihre Projekte einzureichen. Quer durch die Themenbereiche – von Bildung über Soziales bis hin zum Bürgerservice – können gemeindeübergreifende Ini­tiativen für den GEKO nominiert werden. Die Projekte sollen einen Mehrwert für die Bevölkerung haben, Ressourcen schonen und bündeln, Kosten reduzieren und Effizienz steigern sowie die Gemeinschaft fördern und Impulse für Integration, Zivilcourage und Ehrenamt setzen. Gekürt wird das beste Tiroler Gemeindekooperationsprojekt durch eine Fachjury und ein Online-Voting.

Nähere Informationen gibt es in der Gemeindeabteilung des Landes unter 0512/508-2372 oder per Mail: gemeinden@tirol.gv.at. (np)

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