Cerar will falls nötig Sloweniens Schengen-Grenzen schützen

Wien (APA/Hina) - Falls es zu einer neuen Flüchtlingswelle entlang der Balkanroute komme, werde Slowenien Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und...

Wien (APA/Hina) - Falls es zu einer neuen Flüchtlingswelle entlang der Balkanroute komme, werde Slowenien Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und die äußeren Schengen-Grenzen schützen. Das sagte der slowenische Premierminister Miro Cerar der Tageszeitung „Vecer“ aus Maribor am Donnerstag und fügte hinzu, dass auch gleichzeitig die Grenzen zu Österreich geschlossen werden könnten.

„Meine Pflicht ist es, für die Sicherheit unserer Bevölkerung zu sorgen, was ich auch mache. Falls Österreich die Grenze schließt, werden wir das Gleiche tun müssen, damit wir nicht zu einer Insel, auf der die Flüchtlinge landen, werden“, wurde Cerar zitiert. Außerdem werde die slowenische Regierung Maßnahmen ergreifen, dass dies nicht geschehe, und, dass ein Gesetz für restriktivere Asylgesetze verabschiedet werde.

Zwar sei die Flüchtlingsanzahl in Slowenien sehr gering, doch würden sich die bestehenden Einrichtungen für Flüchtlinge dennoch füllen und Gemeinden protestieren, falls neue Einrichtungen errichtet werden sollten. „Millionen Flüchtlinge stehen an der Schwelle zu Europa, Dutzende Millionen warten in Afrika, von wo aus sie mittels krimineller Netzwerke nach Europa gebracht werden“, sagte Cerar. Auf jeden Fall solle man reagieren, bevor Flüchtlinge anfangen in Massen zu kommen und es zu einem Druck auf die äußeren Grenzen kommt wie während der letztjährigen Flüchtlingskrise, meinte der Premierminister.


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